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The O2 sorgt weiter für Negativschlagzeilen in London

Der Verkauf des Londoner Millennium Dome an den amerikanischen Spielstättenbetreiber Anschutz Entertainment Group (AEG) hat ein politisches Nachspiel. Ein Bericht eines Unterhaus-Ausschusses prangert gravierende Fehlleistungen der Regierung beim Verkauf des Areals an.

Der Verkauf des Londoner Millennium Dome an den amerikanischen Spielstättenbetreiber Anschutz Entertainment Group (AEG) hat ein politisches Nachspiel. Ein Bericht eines Unterhaus-Ausschusses prangert gravierende Fehlleistungen der Regierung beim Verkauf des Areals an. Nur ein „unheilbar optimistischer Mensch“ können noch glauben, dass Schatzkanzler Lord Falconer einen angemessenen Vertrag für die britischen Steuerzahler ausgehandelt habe, so der Untersuchungsbericht. Zudem wurde jüngst bekannt, dass der ehemalige Beleuchtungschef des Dome, der im Juli 2007 unter dem Namen The O2 neu eröffnet werden soll, bereits vor Jahren vier Mio. Pfund aus dem staatlichen Budget unterschlagen hatte. Er wurde nun zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Unterdessen konnte sich die AEG mit Credit Suisse einen ersten namhaften Sponsor für die Neueröffnung sichern. Das Bankhaus wird exklusiver Partner des O2 in allen Finanzfragen. Darüber hinaus sucht die AEG noch weitere investitionswillige „Gründungspartner“. Gefragt sind eine Fluglinie, ein Autohersteller, ein Bierbrauer, eine Kreditkartenfirma und ein Getränkelieferant.

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