Was das für die Fans der Musikkanäle bedeuten könnte, hat MTV-Chefin Catherine Mühlemann heute angedeutet. Auf einer Pressekonferenz zur geplanten Fusion sah die 37-jährige Schweizerin zukünftig nur noch Platz für „zwei bis drei“ Musikkanäle in Deutschland. MTV und Viva peilten inzwischen die nahezu gleiche Zielgruppe an, daher sei eine Reduzierung der derzeitigen Musikkanäle eine sinnvolle Maßnahme.
Die jeweiligen Kanäle der beiden Sender haben sich in den letzten Jahren in äußerst unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während z.B. MTV2 Pop zum reinen Clipkanal wurde, fuhr MTV den Musikanteil zurück und präsentiert nun zunehmend Reality- und Comedy-Formate wie „Boiling Points“, „The Real World“ oder „Jackass“. Für einen der dienstältesten VJs des Landes ist der Zusammenschluss von VIVA und MTV von besonderer Bedeutung. Markus Kavka wechselte vor vier Jahren vom Gorny-Sender in Köln zur Konkurrenz nach München und ist daher bald unfreiwillig wieder mit dem alten Arbeitgeber vereint.


