T-Mobile Deutschland rüstet als erster Anbieter sein GSM-Netz in Deutschland mit EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution) auf. Dieses Verfahren erlaubt Downloadgeschwindigkeiten bis 200 kBit/s. Die Einführung von EDGE startet parallel zur Einführung des UMTS-Updates HSDPA, die T-Mobile offiziell mit Beginn der CeBIT am 9. März startet. Dank der auch „2,5G“ genannten GSM-Erweiterung EDGE sollen die Nutzer auch in dünner besiedelten Gegenden eine „vernünftige Grundversorung“ mit mobilen Datendiensten erhalten, kündigte T-Mobile-Chef René Obermann am Mittwoch in Hannover an.
In Deutschland forciert T-Mobile den Ausbau seines Netzes und plant, im Laufe dieses Jahres 2400 neue UMTS-Standorte und 1200 neue GSM-Stationen neu zu errichten. Bis 2007 soll die Hälfte der Bundesrepublik mit EDGE versorgt sein – zusammen mit der UMTS-Versorgung, die dann vollständig auf HSDPA aufgerüstet sein soll, ergibt sich eine Flächendeckung von rund 70 Prozent.
Während in Österreich, der Schweiz und in Frankreich EDGE schon vor geraumer Zeit implementiert wurde, hatten sich die vier in Deutschland aktiven Mobilnetzbeteiber jahrelang geweigert, die Erweiterung einzuführen. Sie fürchteten offenbar um ihre Investitionen in die UMTS-Lizenzen.



