“Mit diesem Jahr sind wir bislang sehr zufrieden. Die Single ‚La La Land‘ von Green Velvet war nicht nur ein cooler Track, sondern hat sich auch noch gut verkauft – auch wenn sie gern noch ein paar Plätze höher hätte klettern können“, erzählt Markus Wenzel, einer der beiden Geschäftsführer von Superstar Recordings. Vor allem im Vergleich mit anderen Tracks, die ebenfalls aus dem Underground kamen, bildete das Abschneiden des Stücks in den Charts einen „schönen Erfolg“, so Wenzel. Damit setzt das hessische Label auch nach dem Umzug in größere Räumlichkeiten seine Strategie fort, „bei den Endverbrauchern die Grenze zu kommerziellen Themen ein wenig durchlässiger zu machen. Die Mischung aus Themen aus dem Underground und kommerziell aussichtsreichen Titeln, die aber trotzdem einen qualitativen Standard halten, muss stimmen“, erläutert der Superstar.
Dazu zählt für Wenzel auch die für Juni geplante neue Single von Green Velvet, „Genedefekt“. Erst danach folgt die doppelseitige Single „Flash/Dance Like It Is O.K.“ von der deutschen Formation Märtini Brös, hinter der DJ Clé und Mike Vamp stecken – ein „deutscher Act, der größer als die Chemical Brothers und Underworld werden kann“, wie die Firma hofft. Von den Berlinern, die im Spannungsfeld von Elektro und House arbeiten, veröffentlicht Superstar im August den Longplayer „Pläy“. Bereits im Juni erscheint außerdem eine neue DuMonde-Single, während Superstar mit dem Schweizer DJ Kenny Takito einen weiteren vielversprechenden Künstler unter Vertrag nahm. Stolz ist das Label auch auf sein weltweit exklusives Signing des holländischen DJs Olav Basoski.
Die elfte Folge der Reihe „Samplitude“, deren bisherige Ausgaben jeweils 10.000 Einheiten verkauften, erscheint als Vinyl Anfang Juni. „Für uns ist Vinyl nach wie vor ein wichtiger Baustein in der DJ-Promotion. Um unsere Ausgaben hier zu drosseln, bemustern wir gestaffelt – das fängt mit unserem VIP-Pool an, geht bei wichtigen Trendthemen über Public Propaganda und hört schließlich bei der CD-Bemusterung über Arne Heitmanns Pool Position auf“, sagt Wenzel, der 800 Mitglieder im Pool führt. Problematisch sei die Überbemusterung der relevanten DJs, die einen Großteil der Platten zum Händler tragen, so Wenzel. „Deswegen kann es nur vernünftig sein, die Bemusterung zu reduzieren. Aber man kann das Rad nicht mehr zurückdrehen, viele DJs haben sich schon daran gewöhnt, keine Platten mehr zu kaufen. Bei uns sind alle Titel zwei Wochen, bevor sie in die Bemusterung kommen, als Kaufvinyl erhältlich.“



