Die Ladiner machen schon mit ihrem Namen auf die ladinische Minderheit in Südtirol und auf deren Kultur und Sprache aufmerksam, und so finden sich auch im Gästebuch viele Einträge wie der von Renato Murer in Ladinisch. In der Tat sorgten Johann und Raffael Stuffer aus dem Grödnertal beim diesjährigen Grand Prix der Volksmusik für eine kleine Sensation. Mit nur drei Punkten Abstand zum Sieger – „Dort auf Wolke sieben“ mit dem Nockalm Quintett & Stephanie – landete das Lied des Duos, „Alleine in Einsamkeit“, auf dem zweiten Platz des Wettbewerbs. Auch das gleichnamige Album, das die MCP Sound & Media AG auf dem Label VM-Records synchron zum Sangeswettstreit in Meran auslieferte, stößt nach dem hervorragenden Abschneiden der beiden Musiker, die übrigens trotz ihrer Namensgleichheit nicht miteinander verwandt sind, bereits auf starke Nachfrage.
Aber nicht nur mit den Ladinern schnitt das Grand-Prix-Gastgeberland Südtirol am 7. September hervorragend ab. Denn zählt man alle Wertungen für die 16 Teilnehmer zusammen, so entfallen auf die vier Acts aus Südtirol insgesamt 101 Punkte; auf dem zweiten Platz liegen die vier österreichischen Beiträge mit 86 Punkten, gefolgt von denen der Schweiz mit 66 Punkten und dem Schlusslicht Deutschland (59 Punkte). Für Belsy Demetz und Familie ist der Fall sowieso klar: „Die allerbesten Glückwünsche für den zweiten Platz“, schrieben die Fans den Ladinern ins Online-Gästebuch. „Für uns seid ihr die ersten.“ Oder im ladinischen Original: „Grandiscimi cumplimenc per l secondo post, per neus seis mpo i prims.“



