Musik

Such A Surge: Erfolgreiche Karriere ohne Kompromisse

Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit machen Such A Surge zu Favoriten der Crossover-Szene. Ihr Best-Of-Album „10 Jahre – Best Of (1992-2002)“ (Epic/Sony Music) wirft einen Blick zurück.

“Wir sind eine aussterbende Spezies“, findet Axel Horn, Bassist und Manager von Such A Surge, „wir sind grundehrlich und haben niemals versucht, irgendwelchen Trends hinterher zu laufen.“ „10 Jahre“ (Bestellnummer: 506058 9) heißt das Best-Of-Album, das die stärksten Songs des Quintetts Revue passieren lässt. Horn gibt offen zu, dass diese Idee nicht von den Musikern stammt. „Epic hat uns darum gebeten, wir können das ohnehin nicht verhindern. Also machten wir das Beste draus. So haben wir ‚Koma“, unseren vielleicht besten Song, neu eingespielt. Außerdem versammelt die Platte alle unsere Singles, zwei Soundtrack-Titel sowie zwei nagelneue Lieder. Es sollte keines dieser lieblos zusammengestellten Best Of-Alben werden.“

Eine Bonus-CD gewährt dem Fan zusätzlich Einblick in die Nebenprojekte Pain In The Ass (Hardcoreband mit identischem Personal), Revolver (Rock-Gruppe von Trommler Antek Rudo), Originalton (HipHop-Formation von Sänger Olli Schneider) sowie „Valentinswerder“, die Soloplatte von Gitarrist Dennis Graef. Andere Crossover-Bands mögen mehr CDs verkauft haben. Aber die Braunschweiger sind der Rock-Szene immer treu geblieben, ohne eine Karriere als Popstars anzupeilen.

Für Horn verkörpert seine Gruppe den Idealfall: „Wir haben sämtliche künstlerischen Freiheiten und können vom Marketing bis zur Covergestaltung alles selbst bestimmen.“ Besonders in Sachen Marketing sind Such A Surge findig, so kooperieren sie langfristig mit dem Musikmagazin „Visions“, dem Rucksackhersteller East Pac, Sportartikler Nike sowie dem Kräuterlikörproduzenten Jägermeister. Im April wird die Band ihre aktuelle Platte auf einer ausgedehnten Tour durch deutsche Städte vorstellen.