Der Perkussionist Steven Garling hat sich auf die Vertonung von Stummfilmen spezialisiert. Wie er ganz allein mit Drums und anderen Schlaginstrumenten ein Klavier oder Orchester als Klangkulisse eines Stummfilms ersetzen kann, demonstriert der Musiker am 23. September ab 20 Uhr live in der Kölner Philharmonie. Garling untermalt dabei den deutschen Filmklassiker „Menschen am Sonntag“ aus dem Jahre 1929 von den Regisseuren Robert Siodmak und Egar G. Ulmer, nach einem Drehbuch von Billy Wilder. Karten für die vom Filmhaus Köln präsentierte Veranstaltung gibt es nur vor Ort an der Abendkasse.
Den Film und Garlings fantasiereiche Klangstrukturen kann man auch auf der DVD „Menschen am Sonntag“ (Zyx) genießen. Der Bildtonträger enthält neben Garlings Bearbeitung eine zweite Tonspur, auf der das Czech Film Orchestra eine weitere neue Vertonung des Werks aus der Feder der Komponistin Elena Kats-Chernin darbietet. Als zusätzlichen Bonus enthält die DVD die von KirchMedia und ZDF/ arte produzierte Dokumentation „Week-End am Wannsee“, mit Hintergründen zu dem halbdokumentarischen Film über einen Sommersonntag in Berlin sowie über die musikalische Umsetzung.
Der in Berlin lebende Steven Garling ist seit zwölf Jahren als Stummfilmmusiker unterwegs und hat mittlerweile mehr als 500 Filme begleitet. Sein dazu benutztes Schlagwerkarsenal umfasst unter anderem Instrumente aus Asien, Polynesien, Afrika und Südamerika. Mittels dynamischer Rhythmik, melodiöser Passagen und dem Nachempfinden von Geräuschen und Naturklängen schafft er faszinierende Soundtracks zu den stummen Bildern. Garling organisiert seit neun Jahren auch das Internationale Festival für Stummfilm und Musik in der Hauptstadt. Seit diesem Jahr ist er zudem künstlerischer Direktor einer wöchentlichen Stummfilmreihe im Berliner Kino Babylon. Weitere Informationen zum Künstler finden sich auf der Homepage des Künstlers.



