Dass P2P nicht immer als Kürzel für Mediendiebstahl gelten muss, hat sich angesichts legaler Nutzungsformen wie iMesh, GNAB, Kontiki oder Snocap inzwischen herumgesprochen. Nun prophezeit eine europaweite Studie der Technologie eine glorreiche Zukunft. In seinem jährlichen IT-Marktüberblick prognostiziert das European Information Technology Observatory (EITO), dass sich die Zahl der P2P-Nutzer bis 2010 von derzeit 20 Mio. auf dann 45 Mio. erhöhen wird.
Allein in Deutschland werde die Summe der P2P-User von gegenwärtig 4,7 Mio. auf 9,8 Mio. anwachsen. Ihre dezentrale Natur werde der P2P-Technologie eine zentrale Rolle im digitalen Vertrieb verschaffen. Immer mehr Firmen – von Inhalteanbietern bis hin zu Netzwerkbetreibern – würden das Potenzial dieser Technologie erkennen, meint das EITO, und daher P2P-basierte Geschäftsmodelle am Markt etablieren.
Innerhalb der EU sollen laut der Studie bereits im Jahr 2009 mit dem Onlineverkauf von Inhalten 2,2 Mrd. Euro umgesetzt werden. Und bis zum Ende des Jahrzehnts werde laut EITO jeder einzelne User im Durchschnitt 1247 Audio-, 638 Video-, 60 Print-, 410 Bild- und 118 Games/Software-Dateien pro Jahr verbreiten. Wie viele davon jedoch lizenziert sein werden, ist nicht bekannt.


