In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 133 Millionen CD-Rohlinge mit Musik bespielt und 316 Millionen Musikdateien als Download aus dem Internet herunter geladen. Dies geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftag des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft und der Deutschen Landesgruppe der IFPI hervor. Demnach entsprechen das Brennen von CDs und das Downloaden aus dem Internet insgesamt einem Umsatzwert von bis zu 3,3 Milliarden Mark, der der Musikindustrie dadurch verloren geht. Die Zahl von Musikkopien auf CD-Rs und CD-RWs hat sich im Jahr 2000, so die Studie, mit einer Steigerung von 124 Prozent mehr als verdoppelt. 13,7 Millionen Deutsche brannten dabei durchschnittlich zehn CDs mit Musik. 6,4 Prozent der Bevölkerung oder 4,1 Millionen Personen haben im letzten Jahr zum größten Teil nicht kostenpflichtige und illegale Musikdateien aus dem Internet geladen. Das entspricht einem Schnitt von 77,7 Downloads pro User. Als Konsequenz fordert die Musikindustrie eine Stärkung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Peter Zombik, Geschäftsführer der deutschen Landesgruppe der IFPI, appelliert an die Politik: „Wir erwarten, dass bei der Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie die Regelungen für Privatkopien restriktiv ausfallen und fordern die Bundesregierung auf, die legale Privatkopie deutlich einzuschränken, um dem erkennbaren Raubbau Einhalt zu gebieten.“ Ohne Bezahlung könnten auch Künstler nicht von ihrer Kunst leben, so Zombik.
Studie: Musikindustrie beklagt Umsatzverlust von 3,3 Milliarden Mark
Laut einer GfK-Studie wurden im Jahr 2000 in Deutschland 133 Millionen CD-Rohlinge mit Musik bespielt und 316 Millionen Musik-Downloads aus dem Internet gezogen.


