Die Zahlungsbereitschaft für Musik aus dem Internet steigt. Laut jüngsten Erkenntnissen der Marktforscher von Ipsos-Insight haben inzwischen schon 47 Prozent aller amerikanischen Downloader über zwölf Jahren für digitale Musik Geld ausgegeben. Das entspreche einer Bevölkerungszahl von rund 24 Mio. Bürgern, so die Forscher. Das wäre ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zur letzten Bestandsaufnahme im November. Vor allem die Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen lässt sich von den kommerziellen Angeboten im Netz überzeugen: Von ihnen haben bereits 53 Prozent für Downloads bezahlt. Bei den 18- bis 24-Jährigen waren es nur 39 Prozent.
Die Marktforscher befragten im Dezember für ihre vierteljährliche „Tempo“-Studie 1112 Internetnutzer ab zwölf Jahren. Mit dieser Methode kommt Ipsos-Insight noch zu einem anderen erstaunlichen Ergebnis: Erstmals bekennen sich gleich viele Menschen zum bezahlten Download wie zum Filesharing – nämlich jeweils elf Prozent der gesamten US-Bevölkerung. Während die zahlende Kundschaft im Digitalvertrieb in den letzten beiden Jahren sprunghaft gestiegen sei, nehme die Zahl der P2P-Nutzer in Amerika ab. Unklar ist indes, wie sich dieses Resultat von Ipsos-Insight mit den Erkenntnissen anderer Spezialisten in Einklang bringen lässt: Die P2P-Analysten von BigChampagne stellen seit Monaten ein konstantes Wachstum der Nutzerzahlen in den diversen Tauschbörsen fest.


