Musik

Streiten Mottola und Morris um Geld?

In der Zentrale der Universal Music Group (UMG) in New York hat man keine Lust, laut über Geld zu reden. Diese Erfahrung musste nun auch UMG-Neuzugang Tommy Mottola machen.

In der Zentrale der Universal Music Group (UMG) in New York hat man keine Lust, laut über Geld zu reden. Diese Erfahrung musste nun auch UMG-Neuzugang Tommy Mottola machen. Der ehemalige Chef von Sony Music zog sich kürzlich angeblich den Zorn von UMG-Chef Doug Morris zu. Mottola, der für Universal/Motown das Label Casablanca wieder beleben soll, hatte mutmaßlich gegenüber US-Medien erklärt, dass sich die UMG das Casablanca-Projekt 50 Mio. Dollar kosten lässt. Die „New York Post“ berichtet, Morris sei ungehalten, dass solche Summen in den Medien kursierten, während die Branche mit der größten Krise seit Jahren zu kämpfen hat. Laut „Post“ ist der mehrjährige Casablance-Vertrag wohl eher zehn Mio. Dollar wert. Ähnlichen Ärger soll es auch beim Vertrag zwischen UMG und P.Diddys Bad Boy Entertainment gegeben haben, als Labelinhaber Sean „Puffy“ Combs vollmundig von einem 100-Mio.-Dollar-Deal sprach, UMG aber in Wahrheit nur zehn Mio. bezahlte. Morris selbst bestreitet, dass es Unstimmigkeiten gab: „Als Universal den Vertrag mit Puffy machte, musste ich mir Kritik anhören. Und wer steht heute auf Platz eins der Charts? Puffys Soundtrack zu ‚Bad Boys II‘. Wenn Tommy mit seinem ersten Album kommt, wird auch dies auf Platz eins gehen.“

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