Im „Musikantenstadl“ hängt der Haussegen zwischen Sendern und Moderator schief. Grund hierfür ist die Entscheidung von ARD, ORF und DRS, wegen der angespannten politischen Lage die für kommenden Samstag geplante Live-Übertragung der Sendung aus dem arabischen Dubai abzusetzen. Die Show solle stattdessen aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt werden. Eine Direktübertragung könne, so die Sender, „als die Pietät verletzend und als Provokation empfunden werden“. „Musikantenstadl“-Gastgeber Karl Moik hingegen hält den Beschluss der Programmverantwortlichen für „eine Unverschämtheit und eine Beleidigung der Fernsehzuschauer und der Leute in Dubai“ und droht indirekt mit seinem Rücktritt: „Wahrscheinlich ist dies das Ende meiner Karriere.“ ARD-Programmdirektor Günter Struve erklärte inzwischen, weder das Format noch der Moderator, sondern logistische Unwägbarkeiten des Veranstaltungsortes hätten zur getroffenen Entscheidung geführt. Nach Aussagen des Reisebüros, das das Publikum von etwa 5000 „Stadl“-Fans in die Vereinigten Arabischen Emirate bringen soll, besteht keine Gefahr für die Reisenden. Mit kurzfristigen Stornierungen ist aber wohl dennoch zu rechnen.
Streit um „Musikantenstadl“-Übertragung aus Dubai
Nach der Entscheidung von ARD, ORF und DRS, den „Musikantenstadl“ wegen der politischen Lage nicht live aus Dubai zu senden, droht Moderator Karl Moik mit Rücktritt.



