Musik

Streit um Browns Erbe

Die Kinder der verstorbenen Soullegende beanspruchen das Millionenerbe von James Brown für sich – das Nachsehen hätten die bislang geförderten wohltätigen Stiftungen.

Ein Jahr nach dem Tod von James Brown geht der Streit um sein Erbe in eine neue Runde. Fünf seiner Kinder wollen sein Testament gerichtlich anfechten. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei dem letzten Willen ihres Vaters eher um den Willen seiner Anwälte. Die sieben Millionen Dollar, die er wohltätigen Einrichtungen vermacht hat, seien demnach ihr rechtmäßiges Eigentum.

Zu Lebzeiten hatte Brown zwei Stiftungen zur Ausbildung bedürftiger Kinder und seiner leiblichen Enkel eingerichtet. Diesen hatte er sein Vermögen hinterlassen. Der Anwalt von Deanna Brown Thomas, Venisha Brown, Daryl Brown, Yamma Brown Lumar und Larry Brown hat nun ein Schreiben vorgelegt, in dem die Vorbehalte der Erbengemeinschaft recht schwammig ausformuliert sind: „Es gab Hinweise, dass Mr. Brown vorhatte, einige Einrichtungen zu begünstigen. Aber die Umstände, unter denen diese Dokumente zustande kamen, blieben immer im Unklaren.“

Vorerst keine Einigung in Sicht

Die Nachkommen Browns mutmaßen jetzt, dass die Anwälte ihres Vaters eigene Vorteile aus dem Testament ziehen wollten, da sie auch für die begünstigten Einrichtungen zuständig sind. Die Beschuldigten streiten die Vorwürfe ab.