Madonna, die Rolling Stones, Billy Joel und U2 waren im ersten Halbjahr 2006 für die erfolgreichsten Tourneen verantwortlich. Zwei Auswertungen der Einspielergebnisse mit unterschiedlichen Berichtszeiträumen kommen dabei allerdings zu grundverschiedenen Live-Charts. Das US-Fachmagazin „Pollstar“ rechnet in seiner Bilanz für die ersten sechs Kalendermonate des laufenden Jahres vor, dass die erfolgreichsten 100 Tourneen allein in Nordamerika mehr als eine Mrd. Dollar umgesetzt haben.
Das sind 38,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Topverdienerin war dabei Madonna, die 291.621 Eintrittskarten für insgesamt 54,3 Mio. Dollar verkaufen konnte – ein Durchschnittspreis von 186 Dollar pro Ticket. Die Rolling Stones verkauften im selben Zeitraum 309.554 Tickets für 52,5 Mio. Dollar. Dahinter folgen Billy Joel (47,2 Mio./613.002), das Country-Paar Tim McGraw und Faith Hill (46,5 Mio./574.605), Cirque du Soleil – Delirium (43,3 Mio./473.378), Celine Dions Las-Vegas-Shows (42,4 Mio./312.441) und Bon Jovi (32,7 Mio./424.459).
Das Boxscore von „Billboard“ sieht Bon Jovi indes auf Rang drei der Tour-Charts, bezieht für die 65 Mio. Dollar Umsatz und 866.873 Tickets der Soft-Rocker weltweite Informationen aus der Zeit zwischen dem 1. November 2005 und Mitte Mai 2006 in die Rechnung ein. Internationaler Bestseller in diesem Zeitraum waren demnach die Rolling Stones, die trotz Tourunterbrechung 147,3 Mio. Dollar einspielten. U2 – in der „Pollstar“-Liste nach 14,9 Mio. Dollar Einspiel aus Nordamerika erst an 19. Stelle – ist laut „Billboard“ zweiterfolgreichste Live-Band der Welt mit 73 Mio. Dollar.
Dahinter schafften es in die Boxscore-Top-Ten: Billy Joel (47,4 Mio. Dollar), Cirque du Soleil (38,7 Mio.), Aerosmith (35 Mio.), Coldplay (29 Mio.), Luis Miguel (25 Mio.), Trans Siberian Orchestra (24. Mio.) und Paul McCartney (17,5 Mio.).



