Musik

Steve Howe: Eindringliche Song-Kunstwerke

Mit zunehmendem Alter konzentriert sich der britische Gitarrist Steve Howe auf akustisch gespielte Musik. So hat der 54-jährige, der durch seine Aktivitäten mit Bands wie Yes, Asia oder GTR berühmt wurde, sein neues Soloalbum „Natural Timbre“ weitgehend im Alleingang mit seiner Akustikgitarre eingespielt.

Steve Howe bezeichnet die CD im Gespräch mit musikwoche.de als sein persönlichstes und authentischtes Album. „Damit meine ich, dass es so individuell wie nur irgend möglich ausgefallen ist, was wiederum auf akustischem Weg am besten geht.“ Mit „Natural Timbre“ (Eagle Rock/edel, CD-Best.-Nr.: 0000166EAG) schließt Howe indirekt an seine beiden ersten Soloplatten, „Beginnings“ (1975) und „The Steve Howe Album“ (1979) an: „Als ich die produzierte, hatte ich großen Spaß daran zu zeigen, dass ich mich in unterschiedlichsten Musikbereichen zu Hause fühle.

Doch jetzt wollte ich ein stilistisch durchgehendes Album mit innerer Kontinuität schreiben.“ Das gewährleiste der Akustik-Aspekt, der ihm einen unmittelbareren Weg biete, sich selbst auszudrücken. Naturverbundenheit lässt sich aus dem CD-Titel herauslesen. „Die Natur ist für mich eine starke Inspirationsquelle.“ Und da ihm auch deren Erhalt am Herzen liege, bringe er seine eigene Umweltverbundenheit im Albumtitel zum Ausdruck.

Bei Eagle Records veröffentlicht Howe seit einiger Zeit, wobei er es zu Gunsten künstlerischer Freiheit auch in Kauf nehme, dass das Marketingbudget nicht übermäßig üppig sei. Was Labelmanager Gino Naschke bestätigt. So habe er die Aktivitäten für „Natural Timbre“ neben den üblichen Interviews – die Howe vor seinem Abflug in die USA gab, wo er mit Yes gerade ein Album aufnimmt – vor allem in Anzeigenkombinationen für Eagle-Produkte in gängigen Magazinen wie dem „Rolling Stone“, „Musikexpress“ oder „GoodTimes“ konzentriert und wirbt zielgruppengerichtet im Spezialmagazin „Eclipse“. Dort war Howe auch mit einem Track auf der dem Heft beiliegenden CD vertreten, so Naschke.