Musik

Stefan Raab nachnominiert

Als Talentscout hat er Chancen auf einen Grimme-Preis.

Der „TV Total“-Moderator hat die Jury mit seinem Nachwuchswettbewerb „SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul“ überzeugt, bei dem er im letzten Jahr das Sangestalent Max Mutzke entdeckte. Raab habe hier mit seiner Show für die „Entdeckung und Förderung von Musiktalenten“ beigetragen.

Und im Gegensatz zu den Casting-Show-Formaten der Konkurrenz fördere „Raab die Musik auf fernsehgerechte Weise“. „‚Ein Lied für Istanbul‘ kann dabei als positive Gegenleistung zu ‚Deutschland sucht den Superstar‘ gesehen werden“, sagte der Juryvorsitzende Dieter Anschlag. Und erklärte, dass auch Raabs jüngste Wettbewerbserfindung, der Bundesvision Song Contest, die Nominierung des prominenten Talentsuchers rechtfertige.

„TV Total“ nach wie vor in der Kritik

Die Lobeshymnen aus Marl beschränken sich allerdings ausdrücklich auf das musikalische Engagement des 38-Jährigen. Denn seine ProSieben-Show „TV Total“ trifft nach wie vor nicht den Geschmack der Medienkritiker. Vor allem die Verunglimpfung einer Schülerin, die Raab nur aufgrund ihres Namens mit der Pornoindustrie in Verbindung brachte, wurde als Negativbeispiel hervorgehoben.

Ob Stefan Raab tatsächlich einen Grimme-Preis mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich am 8. März. Dann gibt die Jury die diesjährigen Preisträger bekannt, die ihre Auszeichnungen am 18. März im Rahmen einer Gala erhalten.