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Klar brauchen wir das. Und zwar eines für Indies, nicht auch noch für die Industrie. Wir selbst sind zu klein und zu spezialisiert. Aber Export wird für uns immer wichtiger. Eine gemeinsame Anlaufstelle wird immer wichtiger, dort fließt im Idealfall das gesammelte Wissen der Beteiligten ein, und man fällt dann nur einmal auf windige Anbieter aus dem Ausland rein, bzw. die haben auch eine gute Möglichkeit, en gros zu bestellen, statt hier direkt.
Carl D. Erling Chrom Records
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Ich bin zwar eigentlich kein Freund weiterer Bürokratisierung und finde es eigentlich auch beschämend, dass sich die deutsche Musikwirtschaft in eine Situation gebracht wird, in der wir nach einem „Exportbüro“ rufen, damit wir unsere Produktionen ins Ausland bekommen. Aber für einige kleinere Labels ist dies mit Sicherheit eine sinnvolle Institution, bzw. könnte es sein….
Christian Mörken A&R/Marketing Manager OK Visions Entertainment/Tru Note Records
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Ich denke, dass (gerade kleinere) Labels ohne einen umfassenden Export gar nicht überlebensfähig sind. Obwohl ja der gesamte Weltmarkt krankt, sind die rückgängigen Absatzzahlen in Deutschland am Dramatischsten. Ein Musikbüro, das Interessen und Probleme bezüglich Export bündelt, ist mehr als nur sinnig!!!
Christian Kessler poets club records
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We’re all competitors, whether people admit it or not, but yes, at least the independents in Germany via VUT would be a good idea.
Kent Nielsen MD Twah! www.twah.com
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Gerade für kleinere „Independent“-Labels ist eine Exportförderung unbedingt notwendig!! Die großen Vertriebe kümmern sich zusehends überhaupt nicht mehr um kleinere Verlage: Neue Indies werden nicht aufgenommen und alte systematisch abgestoßen. So ist es dem kleinen Label derzeit nahezu unmöglich, seine Ware ins Ausland zu exportieren – dort nämlich nehmen Läden konsequenterweise nur Ware, die von Vertrieben geliefert wird, in ihr Sortiment.
Dietrich Eichmann Geschäftsführer oaksmus www.oaksmus.de
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Vielleicht wäre es sinnvoll, bei derartigen Umfragen erst einmal das Pro und Contra zu diskutieren. Ich lese musikwoche.de regelmäßig und kann mich nicht daran erinnern, dass Sie sich irgendwann schon einmal mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. (Musste mich erstmal erkundigen, was so ein Büro überhaupt ist bzw. soll…)
Matthias dym
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Ein Musikexportbüro muss endlich her, aber wenn, dann richtig. Ich würde mir wünschen, dass das Musikexportbüro sinnvollerweise seine Arbeit inhaltlich ganz klar auf die sogenannten „Independents“ ausrichtet, sonst befürchte ich ein wenig, dass die nicht enden wollenden Selbstfindungsprozesse der Major Companies auch auf die Arbeit des Exportbüros ausstrahlen könnten – mit den dann unweigerlich auftretenden Lähmungserscheinungen.“
Hans-Peter Malten furuteworld.com
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Im August 2000 wurde unter der Regie der AG Internationale Medienhilfe (IMH) das Deutsche Musik-Exportbüro gegründet, und zwar als Dienstleister für die deutsche Musikwirtschaft und ausländische Musikinteressierte.
Dienstleistungen für die deutsche Musikwirtschaft:
- Unterstützung bei internationaler Öffentlichkeits- und Pressearbeit für neue und etablierte Künstler
- Beratung bei der Erschließung neuer Märkte
- Kontaktvermittlung
- Sammlung und Weiterleitung von Auslandsanfragen
- Sammlung und Weitergabe von Informationen über ausländische Musikmärkte
- Einheitliche und systematische Präsentation deutscher Musik im Ausland
Dienstleistungen für ausländische Musikinteressierte:
- Auskünfte über deutsche Musikschaffende
- Auskünfte über Auslandskonzerte
- Auskünfte über den deutschen Musikmarkt
- Kontaktvermittlung
- individuelle Beantwortung von Auslandsanfragen
- Möglichkeit der direkten Musik-Bestellung
Die zahlreichen Anfragen in den vergangenen Monaten haben gezeigt, dass das Deutsche Musik-Exportbüro unverzichtbar ist.
D. Lange Assistentin d. Geschäftsführers [email protected]
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Es ist an der Zeit, auch im schlafenden Bereich der in Deutschland erzeugten Musik etwas zu unternehmen. Die Majors sind gesättigt und bemühen sich nicht mehr um den Export.
Peter Marvin Musik
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Die Firma Mazur Media ist seit vielen Jahren international erfolgreich tätig und hat sich ein globales Netzwerk vollkommen eigenständig und ohne ein sogenanntes „Büro“ aufgebaut. Wir haben uns auf diesem sehr harten Weg nicht nur in den osteuropäischen Ländern (Schwerpunkt Russland) etablieren können, sondern haben jetzt auch Partnerschaften in Brasilien, Mexico, China, Korea, Singapore, Japan sowie einigen kleineren asiatischen Ländern. Wir bemühen uns seit vielen Jahren, der Piraterie in vielen dieser Länder mit praktischen Maßnahmen entgegenzuwirken. Auch hier gab es keine Unterstützung – im Gegenteil, eher Skepsis.
Wenn wir in den verschiedensten Ländern eine ratgebende oder gar politische Unterstützung brauchten, war es nicht möglich, entsprechende „Volksvertreter“ anzusprechen oder etwa zu motivieren. Im Gegenteil empfanden es diese Herrschaften als störend weil sie dabei Ihren kulturpolitischen „Staatsauftrag“ von unabhängigen kommerziellen Individuen beeinträchtigt sahen.
Da wir uns in unserem Schaffen auch bemühen, länder- und kulturübergreifend Medien- und Kultur-Konzepte zu verwirklichen, wäre es hin und wieder wünschenswert, zumindest verbale und/oder organisatorische Unterstützung zu erlangen. Dies wird weder von einem Musikbüro noch von einer staatlichen Institution zu erwarten sein.
Deutschland zahlt wie jedes andere Land seine EU-Abgaben. Wenn es darum geht, dass Kulturgut aus unseren Landen und der damit verbundene Kuturdialog mit dem Rest der Welt über EU-Mittel gefördert werden kann, stellen wir das absolute Schlusslicht in der Empfängerliste dar – dies, weil es keine wirkliche praktische und verfahrenstechnische Unterstützung gibt und – noch viel schlimmer – sich keine federführende Bank in Deutschland findet, die eigentliche Abwicklung durchzuführen.
All dies wären Aufgaben, deren Lösungen durch ein „Musikbüro“ durchaus unterstützt werden könnten. Dies bedürfte jedoch einer ernstgemeinte konzertierten Aktion – dafür ist Deutschland noch nicht reif.
H. Memo Rhein Mazur Media /Unlimited Media
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Da alle Produkte, seien es Schokoriegel, Autos, Filme, nur durch enorme Marketingbemühungen wirtschaftlich interessante Umsätze erreichen, bin ich der Meinung, dass ein deutsches Musikexportbüro zu begrüßen wäre. Andere Länder haben so etwas längst, manche haben es nicht nötig, da sie bedingt durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges das Musik- und Filmbusiness beherrschen. Es liegt mir fern, in ein nationales Horn zu blasen, aber ich bin der Meinung, dass alle Bemühungen, kulturelle Vielfalt trotz Globalisierung zu erhalten, sich lohnen würden.
Burkhard Schlothauer timescraper music
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So etwas gibt es schon in Deutschland. Warum eine Firma gründen, wo es schon eine ganz gute und erfolgreiche gibt. Haben Sie schon mal von MusiContact in Heidelberg gehört? Wenn nicht, dann müssen Sie sich unbedingt erkundigen. Es wäre doch wohl eine Unverschämtheit, wenn der Staat Geld zur Verfügung stellen würde zur Gründung einer Firma für Export. Jeder kann so eine Firma gründen, aber dann ohne Staatsgelder, damit keine kranken Konkurrenzbedingungen entstehen.
Marie-Josée Batenburg Musikwelt Tonträger
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Jawohl – obwohl die Fragestellung falsch ist. Richtig muss es heißen: „Brauchen die deutschen Independents ein Musikexportbüro?“. Da rund 93 Prozent des Welt-Tonträgermarktes im Ausland liegen und der magere (deutsche) Rest dahinsiecht: Selbstverständlich!!! Natürlich sehen die deutschen Töchter der Majors – Record Companies und Verlage – das anders (siehe Umfrage) – wen wundert’s. Dennoch sollten sie sich gleich zu Beginn am Aufbau eines Exportbüros beteiligen, statt wie üblich erst mit dem Scheckbuch zu wedeln, sobald sich Erfolge abzeichnen.
Das Ausland macht es uns vor: Die Exportbüros unserer europäischen Nachbarn sind nicht mehr zu übersehen und machen uns zusätzlich das Leben schwer. Ein weiterer Grund für ein deutsches Exportbüro!!! Wer’s immer noch nicht versteht, mag sich daran erinnern, wie weiland ein gewisser Herr Schröder am Tor rüttelte und brüllte: „Ich will da rein.“ Wir wollen auch rein – in die ausländischen Märkte. Oder wollen wir nur raus aus einem kaputten Inlandsmarkt?
Peter F. James VUT
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„Der qualitativ hohe Standard deutscher Produktionen und Künstler ist international absolut konkurrenzfähig, wie uns immer wieder für unsere Produktionen im Jazz-/World-Music-Bereich bestätigt wird. Die fehlende Unterstützung einer Schaltstelle, die diese Signale ins Ausland verstärken und fördern könnte, lässt befürchten, dass internationale Vermarktbarkeit irgendwann zu einer Einbahnstraße Richtung Deutschland verkommt. Länder wie Frankreich oder Norwegen machen exemplarisch vor, wie über alle Genres hinweg „die eigenen Leute“ im Ausland gepluggt werden. Wenn dann auch noch die deutschen Medien ihre seltsame Fremdelei gegenüber den deutschen Künstlern ablegen, könnte der Produktionsstandort Deutschland mit seinem Kreativpotenzial tatsächlich die verdiente Aufmerksamkeit erfahren.“
Bernd Skibbe Geschäftsführer/Inhaber SKIP RECORDS
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Wir sind für eine konzertierte Aktion: Majors inkl. Verlage, GEMA, GVL, Indies und die öffentliche Hand sollten die Finanzierung und den Betrieb eines Exportbüros gemeinsam regeln, damit wir auf dem internationalen Markt nicht verdrängt werden.
Margit Sarholz Verlagsleitung Sternschnuppe Kinderlieder mit Witz und Pfiff
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Die Erfahrungen mit Musikexportbüros aus anderen Ländern zeigen, dass dadurch das Bewusstsein für die Produkte eines Landes enorm gesteigert werden kann. Uns Deutschen fehlt solch eine Einrichtung schmerzhaft. Zudem zeigt sich, dass selbst die deutschen Repertoiregesellschaften der Majors kaum in der Lage sind, flächendeckend im Ausland für deutsche Produkte zu arbeiten. Was im Einzelfall funktionieren mag, scheitert spätestens in der flächendeckenden Basisarbeit. Das sind zwei von vielen Punkten, die die Einrichtung eines Musikexportbüros meiner Meinung nach unerlässlich machen.
Thomas Ritter Inhaber elbtonal records, stumble records & geschäftsführender Gesellschafter Elbmusikverlag GbR
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Die Frage ist sehr pauschal: Sicherlich brauchen die Majors kein solches Büro, aber gerade die Indies können davon profitieren; siehe ähnliche Einrichtungen, die bereits sehr erfolgreich arbeiten in Frankreich, Holland, Norwegen u. a. Die Politik ist gefordert, hier und jetzt aktiv zu werden!
Frank M. Schenker President AQUARIUS Int’l Music Munich – Los Angeles
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Ein Exportbüro kann sich nur fördernd auf den Umsatz deutscher Musikproduktionen in anderen Ländern auswirken. Vor allem für den Independent Bereich bringt eine solche Stelle gute Kontakte, Möglichkeiten und Know-how. Für den deutschen Musikmarkt ist ein solches Exportbüro auch ein Instrument, sich nach außen in einer größeren Bandbreite zu präsentieren.
Tina Westermayer West Networks (Inhaberin)


