Das Elend der Menschen im von Hurrikan Katrina verwüsteten Gebiet schlägt nun auch im Rest der Vereinigten Staaten Wellen. Rap-Shootingstar Kanye West beispielsweise nutzte am Freitag die Übertragung einer Live-Benefiz-Show dazu, George Bush anzugreifen. Seine Anschuldigungen, der US-Präsident würde sich nicht um die ärmere und vornehmlich schwarze Bevölkerungsschicht kümmern, sorgte für Aufruhr und internationales Medienaufsehen.
Die vor der Auflösung stehenden Destiny’s Child schlagen da lieber andere, wenn auch nicht unbedingt leisere Töne an. So gibt es Überlegungen, das definitive Abschiedskonzert der R’n’B-Formation zu Gunsten der notleidenden Hurrikan-Opfer abzuhalten. Die Einnahmen des spontanen Benefiz-Auftritts, der zusammen mit Carlos Santana und Patti LaBelle absolviert werden soll, werden komplett gespendet.
Demonstration echter Nähe
Auch Britney Spears will helfen. Die im betroffenen Bundesstaat Louisiana aufgewachsene Pop-Sängerin soll angeblich in Betracht ziehen, ihr erstes Kind vor laufender Kamera auf die Welt zu bringen. Bereits vor Monaten hatten ihr mehrere TV-Sender ein millionenschweres Angebot unterbreitet, wenn sie sich in diesem intimen Moment filmen lassen würde – die werdende Mutter lehnte jedoch ab. Medienberichten zufolge steht sie nun aber wieder in Verhandlungen mit den Sendern, weil sie den fast zweistelligen Millionenbetrag spenden möchte.
Macy Gray wiederum entschied sich für Taten statt Worte: Am Wochenende besuchte die Sängerin die nach Texas evakuierten Menschen im Houstoner Astrodome. Dort unterhielt sie sich mit den Überlebenden, verteilte Kleidung und Hygieneartikel. Ein inniger Moment, der den Trost suchenden Betroffenen weitaus mehr gebracht haben dürfte als alle derzeit getätigten Versprechungen und Mediendiskussionen.


