Das Deutsche Theater bleibt wohl weiterhin Eigentum der Stadt München. Die renovierungsbedürftige Musicalbühne werde nicht, wie bisher geplant an einen privaten Investor verkauft, sondern mit städtischen Mitteln saniert, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Die Sanierung koste sogar weniger als bisher befürchtet. Oberbürgermeister Christian Ude spricht von einer zweistelligen Millionensumme „im unteren Bereich“. Ein vergleichsweise geringer Betrag gemessen an den vor vier Jahren von Experten des Baureferats veranschlagten 107 Millionen Euro. Grund für die geringeren Kosten sind ein neues Sanierungskonzept von Theaterchefin Andrea Friedrichs und positive Effekte der bereits in Höhe von fünf Millionen Euro durchgeführen Sofortmaßnahmen. So habe sich der Bühnenturm dauerhafter stabilisiert, als von den Statikern bisher angenommen wurde. Außerdem sei die Bühnentechnik heute viel leichter als vor wenigen Jahren und tourende Theatertruppen brächten ihre eigene Ausstattung mit. So konnten die Anforderungen gesenkt werden. Es sei nicht alles ideal, aber es funktioniere, zitiert die „SZ“ die Theaterchefin.
Ein laufendes Bieterverfahren, an dem sich derzeit drei Interessenten um das Traditionshaus an der Schwantalerstraße bewerben, werde ordentlich weitergeführt und abgeschlossen. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude behalte sich aber vor, den Investorenwettbewerb für gescheitert zu erklären, da sich gezeigt habe, dass man kein Geld für die Immobilie bekäme.
2005 stand die Stadt München in Verhandlungen mit dem US-Entertainment-Konzern Clear Channel bezüglich der Übernahme des Deutschen Theaters.



