22 Jahre hat es gedauert, nun haben sie es geschafft: Die Red Hot Chili Peppers verzeichnen mit „Stadium Arcadium“ ihre erste Nummer eins in den US-Albumcharts. Für die Doppel-CD fand die kalifornische Funk-Rockband 442.000 Käufer – das beste Erstwochenergebnis in der Karriere der Formation.Und das obwohl die Platte schon seit Wochen illegal im Netz zu haben war – ein Umstand, der Bassist Flea zu einem offenen Brief an die Fans veranlasst hatte.
Platz zwei geht an Nick Lachey, der den meisten Fans weniger als Ex-Mitglied der Band 98 Degrees, sondern als Ex-Mann der singenden Darstellerin Jessica Simpson ein Begriff sein dürfte. Sein Werk „What’s Left Of Me“ schafft es aus dem Stand mit 172.000 Verkäufen in die Spitzenränge.
Rang drei belegt Tool mit 157.000 Exemplaren von „10000 Days“, gefolgt von Jagged Edge, deren fünftes Album 115.000 Einheiten absetzte. Die Isley Brothers feat. Ronald Isley steigen mit 111.000 verkauften Kopien von „Baby Makin‘ Music“ auf Position fünf ein. Die Rascal Flatts fallen nach weiteren 89.000 Verkäufen von „Me And My Gang“ auf Rang sechs, wo sie nur hauchdünn vor dem Soundtrack zu Disneys „High School Musical“ bleiben, das knapp unter 89.000 CDs absetzen konnte.
Weitere 3000 Stück weniger qualifizieren Pearl Jam für Platz acht, 76.000 Einheiten lassen die 21. Ausgabe der Hitkopplung „Now!“ an die neunte Stelle sinken und zurück in den Top Ten ist James Blunt, der für „Back To Bedlam“ 71.000 neue zahlende Fans fand. Zwei Alben mit enorm viel Medienresonanz verfehlten hingegen den Sprung nach ganz oben: „Living With War“ von Neil Young steigt auf Platz 15 ein, „St. Elsewhere“ von Gnarls Barkley gar nur an 20. Stelle.
Insgesamt war es jedoch eine vergleichsweise gute Woche für den amerikanischen Tonträgerhandel. Rund elf Mio. Alben wurden in der Woche bis zum 14. Mai verkauft. Das sind zehn Prozent mehr als in der Vorwoche und acht Prozent mehr als in der Vergleichswoche des Jahres 2005. Mit 203,2 Mio. verkauften Alben seit Jahresbeginn hinkt das US-Business jedoch weiterhin um rund zwei Prozent hinter den Vergleichswerten des Vorjahres hinterher.



