Die Insolvenz des Berliner Radiosenders Hundert,6 hat ein Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft durchsuchte die Geschäftsräume und Büros von Hundert,6 am Morgen des 27. April. Staatsanwaltssprecher Michael Grunwald sagte, der Grund für die Durchsuchung sei der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung, des Betrugs und der Untreue.
Die Geschäftsleitung des Privatsenders hatte vor rund zwei Wochen Insolvenz angemeldet und die Sendelizenz auf eine neue Trägergesellschaft übertragen. Geschäftsführer Thomas Thimme und einige Mitarbeiter seines Vertrauens aus den Bereichen Marketing und Moderation hatten danach in der Nacht zum 18. April technisches Inventar aus den Sendestudios in neue Räumlichkeiten verlegt und am Morgen darauf den Sendebetrieb von dort wieder aufgenommen. Gewerkschaft und Betriebsrat hatten ihm dabei eine „Nacht- und Nebel-Aktion“ vorgeworfen.


