Musik

Spitzer will Parteispenden aus der Medienbranche zurückzahlen

Mit seinen Ermittlungen zu illegalen Machenschaften in der Musikbranche hat sich New Yorks Generalstaatsanwalt nicht nur Freunde gemacht. Dennoch kann sich Eliot Spitzer der finanziellen Unterstützung aus dem Mediengewerbe sicher sein.

Mit seinen Ermittlungen zu illegalen Machenschaften in der Musikbranche hat sich New Yorks Generalstaatsanwalt nicht nur Freunde gemacht. Dennoch kann sich Eliot Spitzer der finanziellen Unterstützung aus dem Mediengewerbe sicher sein. Der Chefermittler des US-Bundesstaats an der Ostküste bewirbt sich um eine Kandidatur der demokratischen Partei für die Gouverneurswahlen am 7. November – und hat dabei derzeit von allen Bewerbern die besten Aussichten.

Dass Wahlkämpfen teuer sein kann, ist speziell in der Mediendemokratie der USA kein Geheimnis. Daher verlassen sich alle Politiker auf Zuwendungen aus der Wirtschaft, um ihre Kampagnen zu finanzieren. Zwei Spender kratzen allerdings aktuell am Saubermann-Image Spitzers: Paul Fribourg, Aufsichtsratsmitglied bei Vivendi Universal, hat 25.000 Dollar für den Wahlkampf des Attorney General spendiert. Weitere 10.000 Dollar erhielt Spitzer von Richard Sarnoff, Aufsichtsrat bei der Bertelsmann AG. Nachdem diese beiden Parteispenden bekannt wurden, bemühte sich das Kampagnenbüro Spitzers um Schadensbegrenzung: Man werde die Finanzhilfen zurückgeben, erklärte Sprecherin Christine Anderson.

Offenbar seien die Geldgaben durch das Ethikraster gefallen. Obwohl Spitzer gegen die Musiktochterfirmen von Vivendi Universal und Bertelsmann ermittelt, verstießen die Spenden von Fribourg und Sarnoff jedoch nicht gegen die Kriterien für Wahlkampfzuwendungen, so Anderson. Schließlich handle es sich bei den Spendern nur um Aufsichtsratsmitglieder.

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