New Yorks Chefermittler entlässt die US-Musikbranche nicht aus seinem harten Griff. Wegen Verdachts auf Preisabsprachen im Digitalgeschäft verschickte Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer nun eine zweite Runde an Vorladungen an die Plattenfirmen.
Die Warner Music Group bestätigte am Rande ihrer Quartalsbilanz am 14. Februar den Eingang eines entsprechenden Schreibens am 3. Februar. Bereits kurz vor Weihnachten hatte Spitzer eine erste Runde von Anordnungen zur Bereitstellung von Dokumenten und Beweismaterial verschickt. Wer außer Warner Post von Spitzer bekommen hat, ist nicht bekannt, doch Beobachter gehen davon aus, dass zumindest die drei großen Mitbewerber auch von den Ermittlungen betroffen sind.
Unklar ist weiterhin, welche Ermittlungsroute Spitzer eingeschlagen hat. Zuletzt hieß es, eine Meistbegünstigungsklausel in den Verträgen zwischen Labels und Onlinehändlern sei der Stein des Anstoßes. Die neuen Vorladungen sollen angeblich etwas enger gefasst sein, als die aus dem Dezember.



