Zum Schluss tanzte Bürgermeister Hartmann Reichhalter auf dem Tisch – wie fast alle euphorisierten Besucher. Mal wieder hatten die Kastelruther Spatzen ihr Publikum voll im Griff. Dieses Publikum pilgert in die Bergwelt der Dolomiten, um die erfolgreichste Truppe der volkstümlichen Musik beim Heimspiel zu erleben. Ganze Buskarawanen rollen über den Brenner gen Süden, verlassen die Autobahn über die Ausfahrt Klausen und schlängeln sich auf kurvenreicher Fahrbahn in die lichten Höhen des Grödnertals und der Seiser Alm, wo die Menschen in den Dörfern noch Ladinisch sprechen. Der „Fanclub Ruete Leiwe“ aus „Letzemburg“ (Luxemburg) hat einen Bus gechartert; die Holländer sind in Rudeln mit ihren Wohnwagen eingefallen. Und natürlich die Deutschen: Aus allen Ecken und Enden sind sie gekommen, Fanclubs, Familien, Freunde. Haben 27 bis 39 Euro für eines der drei Konzerte am Freitagabend, Samstagnachmittag oder Samstagabend hingeblättert oder 20 Euro für einen Stehplatz, während der Eintritt zum Frühschoppenkonzert mit den Spatzen am Sonntag, dem 9. Oktober, frei war.
Spatzenfest als Publikumsmagnet
Zum 21. Mal veranstalteten die Kastelruther Spatzen in ihrer Südtiroler Heimatgemeinde vom 7. bis zum 9. Oktober ihr volkstümliches Festival. Es war auch dieses Jahr wieder ein rekordverdächtiges Großereignis.



