Musik

Soulfood/Enja: Geballte Jazz-Kompetenz

Vor zwei Monaten wechselte das Label Enja zu Soulfood. Mit Künstlern wie Gianluigi Trovesi, Charlie Mariano und Rabih Abou-Khalil setzen die Münchner Jazz-Enthusiasten die aktuellen Schwerpunkte bei dem neu gegründeten Vertrieb.

“Enja ist eines der renommiertesten Jazz- und Weltmusik-Labels Europas“, betont Rolf Bähnk, Label Consultant bei der Soulfood Music Distribution. „Im Fachhandel, in der Presse und beim Konsumenten finden die aktuellen Veröffentlichungen höchste Akzeptanz. Wir sind froh, dass wir neben Dreyfus aus Paris auch den Katalog der Münchner Firma übernehmen konnten.“

Auch Soulfood-Geschäftsführer Jochen Richert legt Wert auf die Pflege des Jazzrepertoires und verweist auf die Platzierungen in den Jazz Top 30 von musikwoche.de. So eroberte Gianluigi Trovesis jüngstes Album „Dedalo“ (Bestellnummer: ENJ-9419 2) Platz 9 der Verkaufscharts. Auch das Alterswerk „Deep In A Dream“ (ENJ-9423 2) des bald 80-jährigen Charlie Mariano und die Solo-CD des Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil „Il Sospiro“ (ENJ-9440 2) können respektable Positionen vorweisen. Dabei wurde Abou-Khalils zwölfte Veröffentlichung bei Enja in allen Jazz-Magazinen sowie ausgewählten Musik- und Kulturzeitschriften annonciert. Mehrere Alben des Libanesen haben bereits Auszeichnungen erhalten. Einige konnten mehr als 20.000 Exemplare absetzen.

Neuester Schwerpunkt bei Enja ist das Album „Ballads 3“ (ENJ-9450 2), das seit 1. Juli zum Sonderpreis im Handel ist. Die beiden Vorläufer „Ballads“ (ENJ-9300 2) und „Ballads In Blue“ (ENJ-9350 2) waren mit jeweils etwa 25.000 Stück allein in Deutschland außergewöhnlich erfolgreich. Im Slipcase der Compilation, die Aufnahmen von Stars wie Benny Carter, Melissa Walker und der neu entdeckten Vokalistin Stefanie Schlesinger enthält, findet der Käufer auch den brandneuen Enja-Katalog. Parallel dazu werden zehn Highlights aus dem Backprogramm zum Mid-Price wiederveröffentlicht, darunter Alben von Barbara Dennerlein und Abdullah Ibrahim. In Zusammenarbeit mit Arte entstand das Album „Road Of The Troubadours“ (ENJ-9436 2), eine Zeitreise in die Musik des 12. Jahrhunderts mit Barbaros Erköse, Louis Soret und den Malik Brothers aus Pakistan. Das Projekt zeichnet die frühe Öffnung des Westens zum Orient nach.