Bevor Fortress Investment, Hauptgläubiger von Michael Jackson, zur Zwangsvollstreckung schreitet, will Sony, der Joint-Venture-Partner von Jackson bei Sony/ATV Music Publishing, eine erneute Umschuldung erreichen. US-Medienberichten zufolge soll ein Kredit über 270 Mio. Dollar, der eigentlich ab dem heutigen 20. Februar fällig wurde, nun auf Gesuch von Sony an die Citigroup verkauft werden. Als Grund für das Engagement des Konzerns gilt das Interesse an Jacksons 50-prozentigem Anteil an Sony/ATV. Sollten Jacksons Gläubiger demnächst die Geduld verlieren und seine verbliebenen Aktiva mit einer Auktion zu Barem machen wollen, müsste Sony sich öffentlich anderen Interessenten stellen und mitbieten.
Sollte Jackson dem neuen Kredit-Deal zustimmen, wäre er keineswegs sorgenfrei: Zins und Tilgung seiner Millionenschuld stehen ihm noch immer bevor. Außerdem wird er wohl einige seiner Angestellten besänftigen müssen. Dem Vernehmen nach wurden 60 Beschäftigte der Neverland-Ranch seit acht Wochen nicht bezahlt, Strom und Wasser sind in seinem Anwesen weit gehend abgestellt und angeblich fehlt inzwischen auch der Versicherungsschutz.
Jackson selbst war seit Juni nicht mehr zu Hause und verbrachte seine Zeit zumeist auf Kosten seines angeblichen neuen Geschäftspartners in Bahrein: Prinz Abdullah bin Hamad al-Chalifa, Sohn des Königs von Bahrain, betreibt das Label 2 Seas Records, das möglicherweise bald mit der Island Def Jam Group kooperieren wird. Auf 2 Seas soll nach Angaben von Prinz Abdullah „I Have This Dream“, Jacksons Benefizsingle für die Opfer von Hurricane Katrina, erscheinen – knapp ein halbes Jahr nach der Naturkatastrophe.



