Musik

Sony schmiedet Offensive gegen Wermutstropfen

„Den Masterplan haben wir auch nicht“, erklärte Dirk Dreyer, Senior A&R Manager der Sony Dance Divison angesichts einer enger werdenden Marktsituation auf dem von musikwoche.de präsentierten Panel auf dem Amsterdam Dance Event. „Wir reagieren auf die rückläufigen Verkaufszahlen offensiv – so erwarten wir etwa mit dem am 28. Januar erscheinenden Album von Kai Tracid, ‚Trance & Acid‘, die Top 20 zu knacken“, glaubt Dreyer. Der Frankfurter DJ, Produzent und Label-Gründer von Tracid Traxxx sorgte bereits mit zwei Singles für die größten Erfolge der Dance Division. Erstmals konnte die jüngste Veröffentlichung von Tracid, „Life Is Too Short„, die auf einer Filmmusik von Klaus Doldinger basiert, die Top Ten der deutschen Verkaufs-Charts entern – sie ging bis auf Platz neun. Auch die zuvor veröffentlichte Single, der Anti-Drogen-Song „Too Many Times„, platzierte sich bereits in den Top 20. Hier fanden sich auch die beiden Veröffentlichungen von Brooklyn Bounce, „Born To Bounce“ und „Club Bizarre„, eine Neubearbeitung des Hits von U 96. Auch das dazugehörige Album „Restart“ schaffte die Top 30. An den Vorjahreserfolg knüpfte das Lovestern Galaktika Project an, das in diesem Jahr mit der rührigen „Club Rotation“-Frontfrau Daisy Dee die Top 30 erreichte. Auch internationale Hits formte die Dance Division in nationale Treffer um: Hoch platzierten sich Singles von Public Domain, Roger Sanchez und Daddy DJ. „Ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten überaus erfolgreichen Dance Division Jahr bildete das misslungene Crossover des Techno-Hits ‚Soul On Soul‘ von System F feat. Marc Almond im Elektrochemie LK Remix. Der Track hat den Weg in den Mainstream nicht gefunden“, klagt Dreyer. Dafür schmiedet der Dance-Division-Chef jedoch schon „zwei heiße Newcomer-Eisen mit Top-Ten-Potenzial im Feuer“ – die Singles von Lazard feat. Beverly Craven und von Stakkato.