Musik

Sony Music macht wie erwartet Millionenverlust

Sony Music Entertainment weist in der Bilanz für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr einen operativen Verlust und einen Umsatzrückgang aus. Und das, obwohl sich der Konzern von 1400 Mitarbeitern getrennt hatte.

Sony Music Entertainment weist in der Bilanz für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr einen operativen Verlust in Höhe von 8,7 Milliarden Yen (rund 70 Millionen Euro) und einen Umsatzrückgang um ein Prozent aus. Im letzten Jahr stand noch ein operativer Gewinn von 20,2 Milliarden Yen (150 Millionen Euro) in den Büchern. Statt 642,8 Milliarden Yen (4,86 Milliarden Euro) setzte der Konzern diesmal nur noch 636,3 Milliarden Yen (4,81 Milliarden Euro) um. Sony Music unterteilt sein Geschäft in die Bereiche Sony Music Entertainment (Japan) und Sony Music Entertainment Inc.; das japanische Geschäft trug 28 Prozent zum Umsatz bei, der internationale Arm 72 Prozent. Während sich das internationale Business beim Umsatz um sechs Prozent verbessern konnte, schrumpften die Japan-Umsätze um zehn Prozent; allerdings müssen beide Divisionen mit einem operativen Verlust klar kommen. Speziell die DVD-Verkäufe und die DVD-Herstellung für die Film- und Games-Töchter von Sony hätten zum internationalen Umsatzplus geführt, so der Konzern. Allerdings habe die Krise im Musikgeschäft für weiter sinkenden CD-Verkäufe gesorgt und damit das Ergebnis insgesamt belastet. Zusätzlich drückten die Kosten für die Umstrukturierung (rund 172 Millionen Euro) auf die Bilanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte sich Sony Music von mehr als 1400 Mitarbeitern getrennt. Zahlen für das deutsche Geschäft von Sony Music gab es nicht, Geschäftsführer Balthasar Schramm prognostizierte bereits Anfang März ein Umsatzminus von acht bis zehn Prozent.

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