Dabei waren „Room On Fire“ (2003) und „First Impressions Of Earth“ (2005) keineswegs misslungene Produktionen. Albert Hammond Jr., Sohn des legendären Songwriters und Produzenten Albert Hammond („It Never Rains In Southern California“ und „The Free Electric Band“) überzeugt auf seinem ersten eigenen Album mit zehn wunderbaren Pop- und Rock-Songs.
Die klingen zwar manchmal ein wenig unfertig und skizzenhaft, verfügen dafür aber über jede Menge Charme. „Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, ein Soloalbum einzuspielen“, erzählt Albert Hammond Jr., „aber nachdem ich auf Anraten meines Freundes Mikki James den Song ‚Cartoon Music For Super Heroes‘ aufgenommen hatte, war das Eis gebrochen.“
Leichter Motivations-Mangel
Hammond Junior fand mit Greg Lattimer, der in den späten Neunzigern als Sänger der Band Thin Lizzard Dawn in New York aktiv war, den richtigen Produzenten, der es verstand, seine Ideen kongenial umzusetzen. Unterstützt von Bassist Josh Lattanzi und Schlagzeuger Matt Romano und unter Mitwirkung von vielen Freunden aus der Musikszene wie Sean Lennon, Ben Kweller, Jody Porter oder Strokes-Kollege Julian Casablancas spielte Hammond in nur zwei Wochen in den Electric Ladyland Studios in New York seine Songs ein, mit denen er sich erstaunlich weit vom Sound der Strokes emanzipiert.
Von langer Hand geplant war dieses Projekt allerdings nicht, wie er im Interview unumwunden zugibt: „Wenn ich zu Hause bin, arbeite ich fast immer an Songs. Musik bildet seit meinen 15. Lebensjahr meinen Lebensmittelpunkt. Das Einzige, was mir fehlte, war die Motivation, die Platte endlich in Angriff zu nehmen.“
Ein kleines bißchen solo
Auch wenn „Yours To Keep“ unter seinem Namen veröffentlicht wird, sieht es Albert Hammond Jr. eher als Werk einer Band an. „Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt allerdings schwierig geworden, das nach außen hin vernünftig zu vermitteln, und so haben wir beschlossen, es erst einmal beim Soloalbum zu belassen.“
Trotzdem betont er im Gespräch den Gemeinschaftscharakter des Albums. „Mir war das anfangs auch nicht so klar. Aber nach und nach spürte ich, dass Josh, Matt und ich mittlerweile zu einer Gruppe zusammengewachsen sind.“


