“Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, ein Soloalbum aufzunehmen“, erklärt Soffy O. „Es ist einfach passiert.“ Seit 1998 wohnt die Sängerin in ihrer Wahlheimat Berlin. Großen Anteil am Gelingen von „The Beauty Of It“ hatte der Musiker und Produzent Mocky, betont Soffy O. „Er hat sicher einen genauso großen Teil zum Album beigetragen wie ich. Aber so arbeite ich. Mann trifft immer wieder neue, interessante Leute und beginnt mit ihnen zu arbeiten. Eigentlich müsste das Album Soffy O vs. Mocky heißen.“
Das Ende ihrer Zusammenarbeit mit Tok Tok hat die Sängerin ohne große Probleme verarbeitet. Ihrer Begeisterung für Musik ist noch immer riesengroß, auch wenn sie nach den Chartserfolgen natürlich sehr viel genauer weiß, wie das Business funktioniert.
Zusammenarbeit aus Freundschaft
Den üblichen Regeln will sie sich trotzdem auch in Zukunft nicht unterwerfen; Kreativität hat bei ihr viel mit Spontaneität zu tun. „Das Zusammentreffen mit Mocky hat nichts damit zu tun, dass ich ihn als Produzenten ausgesucht habe. Wir hatten einfach sehr viel Spaß dabei, gemeinsam im Studio zu arbeiten, und dabei ist dann allmählich diese Platte entstanden.“
Für Soffy O ist es in erster Linie wichtig, sich mit jemandem musikalisch auszutauschen. Und wenn sich die Geschmäcker so gleichen wie bei Mocky und ihr, dann entwickelt sich daraus eine intensive Zusammenarbeit. „Ich kannte ihn ja schon länger, aber wir haben nie Musik zusammen gemacht.“ Nach einem ersten Treffen in seinem Kreuzberger Studio war schnell klar, wie gut die beiden harmonieren.
Herausforderung: Solokarriere
Das Ergebnis liegt jetzt mit „The Beauty Of It“ vor. Ein Album, mit dem Soffy O beweißt, dass sie mehr kann, als nur bei anderen Projekten mit ihrer Stimme zu glänzen. Es wäre ein Leichtes gewesen, genau dort weiter zu machen, wo sie mit Tok Tok schon einmal internationale Erfolge feierte. Doch davon will sie auf diesem Album nichts wissen. Mit Songs wie „Maybe A Dog“ oder „Don’t Go Away“ schlägt sie ganz bewusst eine andere Richtung ein, und schafft eine gelungene Verbindung von modernem Dancefloor-Pop und leicht nostalgisch angehauchtem Girlgroup-Sound; immer eine Spur zu trick- und einfallsreich für die höchsten Chartsregionen, dafür aber umso unterhaltsamer.
„Wir haben binnen weniger Monate 20 Songs gemeinsam erarbeitet. Elf davon schafften es schließlich auf die Platte. Mocky und ich ergänzten uns wirklich sehr gut. Er hörte bei den einzelnen Songs oft Sachen heraus, die ich so gar nicht wahrgenommen habe. Er gab immer sehr fruchtbare Diskussionen zwischen uns, wohin die Reise denn nun gehen sollte.“
Der richtige Weg
Geschadet haben diese kreativen Auseinandersetzungen „The Beauty Of It“ jedenfalls nicht. Mocky, der erst im Mai mit seinem Soloalbum „Navy Brown Blues“ für viel Aufsehen bei Fans und Kritikern sorgte, erweißt sich einmal mehr als vielseitiger Produzent, der Soffy O in Stücken wie „I Haven’t Had Much“ oder „Everybody’s Darling“ ganz neue Richtungen aufzeigt.
An den Aufnahmen waren zudem noch weitere Befreundete beteiligt, darunter Musiker wie Gonzales, Jamie Lidell, Manne Svensson und Taylor Savey.


