Musik

Solidaritätskonzert gegen Thüringer Sparpolitik

300 Musiker und Sänger aus ganz Deutschland haben am 28. November mit einem gemeinsamen Solidaritätskonzert in der Erfurter Oper gegen die Sparmaßnahmen der Thüringer Landesregierung bei Theatern und Orchestern protestiert.

300 Orchestermusiker und Sänger aus ganz Deutschland haben am 28. November mit einem gemeinsamen Solidaritätskonzert in der Erfurter Oper gegen die Sparmaßnahmen der Thüringer Landesregierung bei Theatern und Orchestern protestiert. Das Riesenensemble führte Beethovens 9. Sinfonie auf, deren gesanglicher Teil mit den symbolträchtigen Textzeilen „O Freunde, nicht diese Töne. Sondern lasst uns andere anstimmen“ beginnt.

Der Protest richtet sich gegen die Pläne der CDU-Landesregierung, ab dem Jahr 2009 die Zuschüsse für Theater und Orchester von 60 auf 50 Millionen Euro zu kürzen. Im Zuge dieser Maßnahmen sollen die wichtigsten Landesbühnen des Freistaats, die Erfurter Oper und das Deutsche Nationaltheater in Weimar, zwangsfusioniert werden. Mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl soll ein Orchester ganz aufgelöst werden. Gegen diese Maßnahme richtet sich eine weitere Protestaktion am 12. Dezember. Dann musizieren diverse Orchester aus Thüringen zwölf Stunden lang bei einem „Kulturmarathon“ Seite an Seite mit ihren vom Kahlschlag bedrohten Kollegen.