Sirius Satellite Radio, Nummer zwei im US-Digitalfunkmarkt, sieht nach den Zahlen des ersten Quartals weniger gut aus als Konkurrent XM. Die Umsätze stiegen zwar deutlich, doch die Verluste ebenso. In den ersten drei Monaten des Jahres setzte Sirius 43,2 Mio. Dollar um, das sind 365 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Damit hat Sirius bereits jetzt weit mehr als die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes von 2004 erwirtschaftet. Doch auch die Fehlbeträge klettern: Der Nettoverlust stieg um rund 36 Prozent auf nun 193,6 Mio. Dollar, das ist mehr als das Vierfache des Umsatzes. Die beste Nachricht für Sirius ist das schnelle Kundenwachstum. Von Januar bis März schlossen weitere 305.437 Amerikaner ein Abonnement für die über 100 digitalen Radiokanäle ab. Damit wuchs der Gesamtkundenstamm auf 1,45 Mio.
Sirius liegt damit zwar weiter hinter XM, doch Sirius wuchs im letzten Quartal schneller. Bis Jahresende sollen es 2,7 Mio. Dauerhörer sein. Ein Schwachpunkt der Sirius-Bilanz bleiben jedoch die vergleichsweise hohen Kosten: Durchschnittlich 190 Dollar gibt das Unternehmen für die Kundenwerbung aus, im Lauf des Jahres soll dieser Wert auf 145 Dollar sinken. Mitbewerber XM gibt dagegen nur 90 Dollar für jeden Neukunden aus.


