Der amerikanische Satellitenradioanbieter Sirius hat sein erstes Geschäftsjahresquartal mit mehr als verdoppelten Verlusten und nahezu verdreifachten Umsätzen abgeschlossen. In den drei Monaten bis zum 31. März nahm Sirius 125,7 Mio. Dollar ein – ein Plus von 193 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2005. Gleichzeitig explodierten jedoch auch die Verluste: Der Fehlbetrag stieg im Jahresvergleich um 137 Prozent auf nunmehr 458,5 Mio. Dollar.
Damit macht Sirius beinahe viermal so viel Schulden wie Umsatz. Vor allem die Verpflichtung von Starmoderator Howard Stern belastet die Bilanz. Weil börsennotierte Firmen seit Jahresanfang auch Honorare, die in Form von Aktien ausbezahlt werden, in ihren Bilanzen als Ausgaben verbuchen müssen, wurde die rote Zahl unterm Strich so groß. Stern hatte für seinen Wechsel vom terrestrischen Radiosender CBS zu den Digitalfunkern Anteilsscheine im Wert von rund 225 Mio. Dollar kassiert.
Das Engagement von Stern könnte sich jedoch langfristig für Sirius auszahlen. 761.187 neue Abonnenten konnte der Sender im abgelaufenen Quartal für sich gewinnen. Somit kann Sirius bereits zwei Quartale in Folge einen größeren Neukundenzuwachs vorweisen als Konkurrent XM. Inzwischen zahlen 4,08 Mio. Hörer monatlich rund 13 Dollar für die digitalen Sirius-Sender, bis Jahresende sollen es 6,2 Mio. sein.


