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Sirius beendet 2005 mit bedenklichem Minus

Wer glaubte, dass XM eine bedenklich rote Jahresbilanz vorgelegt hatte, dürfte bei den Zahlen von Mitbewerber Sirius noch starker ins Grübeln kommen. Die Nummer zwei der US-Digitalfunker macht mehr als dreimal so viel Verlust wie Umsatz.

Wer glaubte, dass XM Satellite Radio eine bedenklich rote Jahresbilanz vorgelegt hatte, dürfte bei den nun vorliegenden Zahlen von Mitbewerber Sirius noch starker ins Grübeln kommen. Die Nummer zwei der US-Digitalfunker macht mehr als dreimal so viel Verlust wie Umsatz. Im Jahr 2005 nahm das Unternehmen 242,2 Mio. Dollar ein und schrieb dabei ein Minus von 863 Mio. Dollar. Die gute Nachricht dabei: Die Verluste wuchsen im Jahresvergleich nur um 21 Prozent, während die Umsätze um 262 Prozent zulegten.

Größter Kostentreiber bei Sirius sind die Inhalte: Allein der Fünfjahresvertrag mit Howard Stern kostete die Digitalfunker 500 Mio. Dollar. Doch die Zielgruppe scheint dies zu würdigen. Innerhalb eines Jahres konnte Sirius seine Abonnentenzahl auf 3,3 Mio. verdreifachen. Vor allem im vierten Quartal entschieden sich viele neue Hörer für ein Sirius-Abo, da Stern im Januar auf Sendung ging.

In den drei Monaten bis zum 31. Dezember nahm die Firma 80 Mio. Dollar ein – 217 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Gleichzeitig stiegen die Verluste im Schlussquartal um 19 Prozent auf 311,4 Mio. Dollar. Die Kosten für die Akquise von Neuabonnenten fielen dabei um neun Prozent auf zuletzt 113 Dollar.

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