Musik

Sinkende Ticketverkäufe in den USA

In den USA wurden im ersten Halbjahr 2005 trotz fallender Ticketpreise fast 12 Prozent weniger Konzertkarten verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

In den USA wurden im ersten Halbjahr 2005 trotz fallender Ticketpreise fast 12 Prozent weniger Konzertkarten verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Wie das US-Fachmagazin „Pollstar“ meldet, erwarben die Livemusikfans von Anfang Januar bis Ende Juni 14,5 Mio. Konzertkarten in den Vereinigten Staaten zu einem durchschnittlichen Ticketpreis von 50,27 US-Dollar (rund 42,1 Euro), das sind mehr als drei Dollar weniger als 2004. Die Bruttoeinnahmen im Konzertbusiness lagen mit 730,9 Mio. Dollar (612,5 Mio. Euro), in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 17,2 Prozent unter Vorjahresniveau.

Die Tour von U2 generierte mit 48,4 Mio. Dollar (40,6 Mio. Euro) die höchsten Einnahmen vor Celine Dion mit 43,9 Mio. Dollar (36,8 Mio. Euro) und Countrystar Kenny Chesney mit 35 Mio. Dollar (29,3 Mio. Euro). Auf den Rängen vier und fünf dieser Geldrangliste folgen Elton John mit 31,7 Mio. Dollar (26,6 Mio. Euro) und die Eagles mit 28 Mio. Dollar (23,5 Mio. Euro) Bruttoeinnahmen.

Wie „Pollstar“-Herausgeber Gary Bongiovanni anmerkt, leidet die Branche immer noch unter den starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre. „Wir hatten letztes Jahr Rekordeinnahmen zu verzeichnen, aber die Veranstalter verloren zum Teil ihr letztes Hemd, weil sie ihren Künstlern so hohe Gagen zahlten, dass für sie kein Gewinn möglich war“, so Bongiovanni. Mittlerweile sei die Preisspirale nicht mehr weiter zu drehen, so dass die Künstler mit etwas weniger Gage vorlieb nehmen müssten. Dennoch zahlten etwa U2-Fans in den Staaten für manche Sitzplätze bis zu 160 Dollar (134,1 Euro).

Gute Vorverkäufe meldet „Pollstar“ für die Tourneen von Paul McCartney und den Rolling Stones im Herbst.

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