Musik

Singt de Angelo?

Nino de Angelo stellt alle Modern-Talking-Fans auf eine harte Probe: Der Sänger behauptet, die „wahre Stimme“ der Band gewesen zu sein.

Nino de Angelo stellt alle Modern-Talking-Fans auf eine harte Probe: Der Sänger behauptet, die „wahre Stimme“ der Band gewesen zu sein. „Ohne mich hätte es die letzten drei Alben gar nicht gegeben“, behauptet de Angelo. Laut der „Bild am Sonntag“ prüft auch die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) bereits, wer denn nun wirklich gesungen hat. GVL-Chef Dr. Thilo Gerlach sagte gegenüber der Sonntagszeitung: „Wir recherchieren, wer tatsächlich gesungen hat und ob unrechtmäßig Honorare kassiert wurden. Dafür befragen wir alle Modern-Talking-Beteiligten.“

Nach Aussage von de Angelo habe die eine Hälfte des Duos, Thomas Anders, zuletzt nur sporadisch im Studio zur Produktion beigetragen. „Thomas kam meistens nur für einen Tag ins Studio, sang ein bisschen und verschwand wieder. Den Rest der Arbeit erledigten ich und die Toningenieure.“ De Angelo will für seine Sangesdienste, die auf keiner der Modern-Talking-Platten erwähnt wird, nur ein überschaubares Honorar bekommen haben. Zwei Tage im Studio seien von Dieter Bohlen mit 10.000 Euro entlohnt worden. „Mein Pech, dass ich nie offizieller Teil der Band war.“

Unklar bleibt indes, warum de Angelo, der als Interpret über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und der u.a. mit Sony Music und zuletzt mit Koch Universal eigene Alben in die Charts brachte, sich ohne Zusicherung von verwertbaren Rechten auf diese Art der Zusammenarbeit eingelassen hatte. Laut „BamS“ hat der Sänger 1,4 Mio. Euro Schulden. Von Anders und Bohlen gibt es zu dieser Stimmenverwirrung bislang keine Stellungnahme.