Die britische Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS Alliance verliert ihren CEO. Adam Singer verlässt seinen Posten nach nur 20 Monaten im Amt. Doch vor seinem Abschied will Singer noch den Ausgang der Schlichtung im Streit um Onlinetantiemen abwarten. Das Copyright Tribunal will zwischen dem 25. September und dem 20. Oktober eine Einigung zwischen den Streitparteien herbeiführen.
Dabei stehen die britischen Musikurheber einem Zusammenschluss von Tonträgerfirmen, Downloadhändlern und Mobilfunkanbietern gegenüber. Gründe für Singers Ausscheiden wurden nicht bekannt. Ellis Rich, PRS-Chairman der Alliance, und sein MCPS-Kollege Tom Bradley dankten Singer für seinen Einsatz an der Spitze der größten britischen Verwertungsgesellschaft.
„Die Alliance steht besser da denn je“, erklärte Singer. Im letzten Jahr habe man ein Rekordergebnis einfahren können, die Finanzen stünden daher auf einem soliden Fundament. Mit dem Schlichtungsprozess vor dem Tribunal sei nun die Zeit gekommen, einen Punkt hinter die Amtszeit zu setzen, so der CEO.
„Das Überschreiten des digitalen Rubikon bedeutet das Ende der analogen Bequemlichkeit. Ich war dabei nur ein Ratgeber, der der Alliance dabei half, den Tod des Analogzeitalters zu überwinden und sich auf die Möglichkeiten der digitalen Welt einzulassen.“ Über einen möglichen Nachfolger wurde bislang nichts bekannt.



