Die Pop-Punk-Band Simple Plan und Audiospezialist Sennheiser luden am 27. Januar zu einem ganz besonderen Konzerterlebnis: Bei dem Berliner Auftritt der kanadischen Band konnten hörbehinderte Teenager das Konzert fast wie Normalhörende genießen. Möglich machte dies das Mikroport-2015-FM-System von Sennheiser. Das System überträgt die Musik direkt an das Hörgerät oder den Sprachprozessor eines Cochlea-Implantats.
Für Menschen mit starker Hörminderung ist ein Konzertbesuch kein Vergnügen, denn meist verschmelzen alle Töne zu einem verzerrten Geräuschbrei – da können auch höhere Schalldruckpegel nichts ausrichten. Mit dem Mikroport-2015-System hingegen wird die Musik direkt am Mischpult abgenommen und vom Sender des Systems an den Empfänger geschickt, den der Schwerhörige trägt. Bei Hörgeräteträgern dämpft der Empfänger die Mikrofone der Hörgeräte ab, sodass sich das gesendete Musiksignal klar und deutlich von allen umgebenden Geräuschen abhebt. Bei Cochlea-Implantaten wird der Ton ohne störende Umgebungsgeräusche direkt an den Sprachprozessor übertragen. Die Anpassung der Systeme vor Ort übernahm dabei der Hörgeräteakustiker Flemming & Klingbeil. Das Mikroport-2015-System nutzt übrigens die gleiche professionelle UHF-Technik wie die Musiker mit ihren Mikrofonen und Monitoring-Systemen.
Die Band Simple Plan über das Projekt: „Wir haben schon seit Jahren ein besonderes Verhältnis zu Sennheiser und nutzen Sennheiser-Technik sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Als das Unternehmen diese Konzertidee an uns herantrug, waren wir sofort begeistert. Die Musik hat uns so viel gegeben. Musik ist unsere große Liebe und Leidenschaft. Jemandem die Chance geben zu können, Musik das erste Mal richtig zu hören, das ist bestimmt das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann. Zum ersten Mal bei einem Konzert dabei sein zu können, mitten unter den Tausenden von Fans zu stehen, die Musik zu hören und die Kraft eines Live-Auftritts zu spüren, das ist einfach unvergesslich.“


