Musik

Siegel: „Das klang wie Arsch und Friedrich“

Platz 21 für Corinna May beim Eurovision Song Contest – mehr war nicht drin für Komponist Ralph Siegel. Die Enttäuschung war groß beim Grand-Prix-Urgestein.

Platz 21 bei 24 Teilnehmern für Corinna May beim Eurovision Song Contest – mehr war nicht drin für Komponist Ralph Siegel. Die Enttäuschung war groß beim Grand-Prix-Urgestein. Zwar zeigte er sich noch am selben Abend gegenüber der ARD zufrieden, doch dem „Münchner Merkur“ sagte er inzwischen, was er von dem Auftritt seines Schützlings hielt: „Der ganze Auftritt klang wie Arsch und Friedrich.“ Der Chor sei bei Corinna Mays Song „I Can’t Live Without Music“ zu schwach gewesen und „der ganze Sound war einfach nur grauenhaft“. Bei der Performance sei „einiges“ nicht so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hatte, so Siegel im Anschluss: „Da kamen mehrere Dinge zusammen.“ Das sahen wohl auch die meisten der europäischen Grand-Prix-Fans so, die mit 176 Punkten den lettischen Beitrag von Marie N („I Wanna“) an die Spitze votierten. Gefolgt von „7th Wonder“ aus Malta mit zwölf Punkten Abstand. Siegels Titel musste sich mit 17 Punkten begnügen. Unklar ist nun, ob Siegel im nächsten Jahr erneut antreten wird. Zudem bitter für die deutsche Delegation: Lettland war erst nach der Absage von Portugal zum Grand Prix zugelassen worden. Immerhin war die Veranstaltung aus Mediensicht ein großer Erfolg: 9,75 Millionen Zuschauer wollten am Samstagabend den Liederwettstreit sehen – das entspricht einem Marktanteil von 38,2 Prozent und der zweitbesten Quote des Wochenendes.

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