“Auch wenn es dieses Jahr bislang gut aussieht, wird die Anzahl der Teilnehmer wohl nicht steigen“, mutmaßt Richard Zijlma, General Manager des ADE, im Gespräch mit dancewoche.de. Die meisten Firmen würden nur noch ein oder zwei Vertreter in die Stadt an den Grachten schicken. Insgesamt rechnet Zijlma jedoch mit 1300 Business-Besuchern, der gleichen Zahl wie im vergangen Jahr. Zwar hofft er noch auf einen erneuten Teilnehmerrekord, er weiß aber auch, dass der von allen Besuchern geschätzte Tagungsort, das historische Felix-Meritis-Gebäude, langsam zu klein wird. „Je nachdem, wie sich das Musikgeschäft im allgemeinen und das ADE im besonderen entwickelt, müssen wir überlegen, ob das Gebäude noch die beste Location für die Dance-Industrie ist“, sinniert Zijlma. Aber solange das Anwesen noch ungenutzte Räume hat, will der ADE-Chef das Angebot des Meetings noch verbessern.
So findet dieses Jahr mit dem Programm „Live Dance Music Industry“ erstmals ein weiterer Kongress im Rahmen des ADE statt, der sich mit Veranstaltungen in Clubs bis zu Massen-Events wie der Loveparade beschäftigt und im Nachtprogramm des ADE neue Künstler und DJs vorstellt. An diesem Punkt wurde in der Vergangenheit oftmals Kritik laut, was Zijlma auch einräumt: „Es ist richtig: Das Abendangebot hatte noch nicht das Niveau erreicht, wie es für eine Messe wie dem ADE eigentlich angemessen wäre. Aber weil mehr wichtige Agenturen ihre Künstler dazu drängen, bei uns aufzutreten, bin ich sehr optimistisch. Dieses Jahr wird das Programm besser und abwechslungsreicher.“
Bestätigt sind bislang unter anderem Cassius, Thomas Bangalter & DJ Falcon, 3LW, Marco V, Joey Negro, Terranova, Gary D und Michael Reinboth. Auch das Panel-Programm ist hochkarätig. Zusammen mit music & media präsentiert musikwoche.de ein Panel zur Situation des Dance-Vinyls in Europa, und Mute-Chef Daniel Miller gibt ein Keynote-Interview. Besonders freut sich Zijlma über den völkerverbindenden Aspekt der Veranstaltung: „Die gesamte europäische Dance-Szene kommuniziert besser als noch vor Jahren, und nicht nur die zwischen Deutschland und Holland, was sich an diversen strategischen Partnerschaften zeigt. Und natürlich hoffe ich, dass wir einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, die Leute zusammenzubringen.“



