Musik

Sideloading gefährdet mobile Entertainmentvertriebe

Mobilfunkanbieter und Inhaltelieferanten sollten sich nicht allzu große Hoffnungen auf mobile Medienumsätze machen. Die Marktforscher von iSuppli befürchten, dass es Musikhandys nicht anders ergehen wird als iPods.

Mobilfunkanbieter und Inhaltelieferanten sollten sich nicht allzu große Hoffnungen auf mobile Medienumsätze machen. Die Marktforscher von iSuppli befürchten, dass es Musikhandys künftig nicht anders ergehen wird als iPods.

Die überwiegende Mehrheit der Titel, die Besitzer von mp3-Playern auf ihren Geräten gespeichert haben, stammt erwiesenermaßen nicht aus Downloadshops. Stattdessen übertragen Digitalmusikfans ihre gerippten CDs oder Songs aus P2P-Netzen auf ihre Player. Da immer mehr Mobiltelefone mit eingebauten Schnittstellen zu Computern ausgeliefert werden, wird dieses als Sideloading bekannte Phänomen auch im Mobilgeschäft immer stärker zu beobachten sein, prognostiziert iSuppli-Analyst Frank Dickson.

Bereits im Jahr 2010 sollen laut Hochrechnungen bis zu 764 Mio. Handys mit USB-Ports ausgeliefert werden. Gleichzeitig steigt die Verbreitung von Bluetooth-Technologie. Ob drahtlos oder per USB-Kabel: In drei Jahren werden fast alle neuen Mobiltelefone mit einer schnellen Datenverbindung zu Rechnern aufwarten. Für Handynutzer werde es daher nicht mehr zwingend nötig, sich Musik oder Klingeltöne über Mobilshops zu kaufen, wenn sie entsprechende Sammlungen auf heimischen Festplatten vorrätig haben.

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