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SIAE wählt Assumma zum Präsidenten

Die italienische Verwertungsgesellschaft SIAE hat nach Wochen der Ungewissheit endlich einen neuen Präsidenten. Der Jurist Giorgio Assumma wurde vom Aufsichtsgremium der SIAE nahezu einstimmig gewählt.

Die italienische Verwertungsgesellschaft SIAE (Società Italiana Autori ed Editori) hat nach Wochen der Ungewissheit endlich einen neuen Präsidenten. Der 70-jährige Jurist Giorgio Assumma wurde am 20. September vom Aufsichtsgremium der SIAE mit 50 von 51 Stimmen gewählt. Er folgt auf Ivan Cecchini, der von der Generalversammlung der SIAE am 28. Juni eigentlich zum designierten Präsidenten gewählt worden war, diese Berufung jedoch vier Wochen später zurückwies und seinen Posten nicht antrat. In der Folge gab es Spekulationen, ob die Uneinigkeit an der SIAE-Spitze wieder zu einem staatlichen Eingreifen führen würde.

Bereits zwischen 1999 und 2003 stand die SIAE unter der Leitung eines Regierungsgesandten. SIAE-Vorstand Lucio Rizzo erklärte, Assumma bringe die nötige Kompetenz und Fachkenntnis für die vor ihm liegende Aufgabe mit. Zudem sei er ein Mann, auf den sich alle SIAE-Mitglieder einigen könnten und der die nötigen Reformen innerhalb der Verwertungsgesellschaft mit ihren rund 65.000 Mitgliedern in Angriff nehmen könne. Besonders weil er als neuer Präsident demokratisch legitimiert ist, wolle er den Posten nun antreten, sagte Assumma nach der Wahl.

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