Seymour Stein leitet neue Sire Records
Seymour Stein, der Veteran, der die Karrieren von Superstars wie Madonna, den Talking Heads, den Pretenders oder den Ramones mit seinem Label Sire Records auf den Weg brachte, wird sich wohl wie zuhause fühlen. Er wurde von der Warner Music Group als President und CEO der jüngsten Warner-Tochter benannt, deren Name wohl nicht zufällig wieder Sire Records lautet. Die neue Sire Records, in der Warners ‚Discovery Records‘ aufgehen soll, wird eine eigenständige Company sein und den Indie-Bereich für Warner abdecken. Hier gebe es eine Riesenlücke, nachdem die Majors in den letzten zehn Jahren einen Independent nach dem anderen schluckten. Stein hofft, verschiedene Indie-Labels wie auch neue Acts unter Vertrag nehmen zu können, will dabei aber selektiv vorgehen: „Wir werden den Markt nicht überfluten“. Damit will Stein den Fehler vermeiden, den viele Majors in den letzten Jahren begangen haben, die eine Vielzahl von Alben herausbringen. Weniger als zwei Prozent der fast 30.000 Alben, die letztes Jahr in den Staaten veröffentlicht wurden, verkauften mehr als 50.000 Exemplare.


