Musik

Sertab Erener gewinnt den 48. Grand Prix

Die Türkei holte mit einem hauchdünnen Vorsprung erstmals einen Sieg beim Grand Prix d’Eurovision. Österreich landete auf Platz sechs, Deutschland auf Rang zwölf.

Die Türkei holte mit einem hauchdünnen Vorsprung erstmals einen Sieg beim Grand Prix d’Eurovision. Mit 167 Punkten setzte sich die Sängerin Sertab Erener mit ihrem Song „Everyway That I Can“ gegen die belgische Formation Urban Trad und das Russen-Duo T.A.T.U. durch. Mit gerade einmal 53 Punkten schnitt Deutschland mit seiner Teilnehmerin Lou und ihrem Titel „Let’s Get Happy“ nicht ganz so desaströs wie beim vergangenen Sangeswettbewerb ab. Ralph Siegel und sein Schützling Corinna May bildeten da eines der Schlusslichter auf Platz 21. „Ich bin enttäuscht. Ich hätte das Ding gerne nach Deutschland geholt“, erzählte Lou nach Bekanntgabe des Endresultats. Österreich erzielte mit Platz sechs die beste Platzierung seit 14 Jahren. Der Kabarettist Alf Poier, der mit dem Lied „Weil der Mensch zählt“ ins Rennen ging, erklärte jedoch: „Das Siegerlied ist ein Armutszeugnis, es steht für den europäischen Stumpfsinn und die europäische Geschmacklosigkeit.“ Die ARD, die den Songcontest live übertrug, feierte diesen Abend einen Quotenerfolg: Obwohl nur 8,65 Mio. Zuschauer die Show verfolgten, im Vorjahr waren es 9,75 Mio., erreichte das Erste einen annähernd gleichhohen Marktanteil von 38,8 Prozent (2002: 38,2 Prozent).