Musik

Serbien gewinnt Wettbewerb

Die 22 Jahre alte Serbin Marija Serifovic hat mit ihrer Ballade „Molitva“ erstmals den Eurovision Song Contest für ihr Heimatland gewonnen.

Das erstmals als unabhängiger Staat teilnehmende Serbien ist das Siegesland des 52. Eurovision Song Contest. Bei dem Sangeswettbewerb am Samstagabend ging Marija Serifovic mit ihrer Ballade „Molitva“ („Gebet“) als klare Siegerin hervor. Die im Vorfeld als Favoritin gehandelte Sängerin verwies ihre größten Konkurrenten, die Ukraine und Russland, auf die Ränge zwei und drei.

Der Beitrag der 22-Jährigen war durch eine eher spröde und zurückhaltende Bühnenperformance gekennzeichnet. Umso erfreuter zeigte sich der Spross einer Musikerfamilie nach Bekanntgabe ihres Abschneidens. Sie sei sehr stolz und danke dem Publikum, dass es sich für „gute Musik“ entschieden habe. Sie persönlich wolle Musik hören und nicht anschauen. Deswegen hoffe sie, dass der nächste Wettbewerb ein Musik-Contest werde. Es sei, so Serifovic, Zeit für gute Musik, Sänger und Komponisten.

Kurze Regierungskrise

Ähnliches dürfte sich wohl auch Roger Cicero gedacht haben, der mit seinem Swingtitel „Frauen regier’n die Welt“ abgeschlagen auf Platz 19 landete. Der 36-Jährige zeigte sich nach dem Finale sehr enttäuscht, betonte aber, dass das Leben weitergehe: „Wir haben lange auf diesen Tag hingearbeitet. Aber es ist trotzdem nicht der wichtigste Tag in meinem Leben“, so sein Statement. Und ergänzte, es sei lediglich der wichtigste Tag in dieser Woche gewesen.