Mit dem erstmals veranstalteten „Live Music Network“-Panel ging das Seminarprogramm der Midem zu Ende. Bei der mehrstündigen Veranstaltung bezeichnete DEAG-Chef Peter Schwenkow den Live-Markt als „sehr gesund“. Obwohl die Veranstaltung von den insgesamt fünf thematischen Schwerpunkten der Midem die am schwächsten besuchte war, zeichnete sich doch das Bild einer Branche ab, die mit begründetem Optimismus in die Zukunft blickt. So erläuterten Tony Wadsworth, Chairman & CEO EMI Recorded Music UK & Ireland, und der Robbie-Williams-Manager Tim Clark, wie Plattenfirmen und Live-Branche mit neuen Geschäftsbeziehungen künftig zum Wohl aller Beteiligten zusammenarbeiten können.
Allerdings betonten zahlreiche Vertreter der weltweiten Live-Szene, dass die Erlöse aus dem Konzertgeschäft für Künstler mittlerweile wichtiger seien als die Erträge aus CD-Verkäufen. Zudem stehe die Live-Branche kurz davor, durch Rechte an Live-DVDs, Live-CDs und sonstigen Verwertungsmöglichkeiten neue Umsatzquellen zu erschließen. Dabei könne sich der Veranstaltungsort als Distributionscenter für verschiedene, künstlerbezogene Produkte jenseits des klassischen Merchandising etablieren, prognostizierte Marc Geiger, Senior Vice President der amerikanischen William Morris Agency.


