Das Musikgeschäft der Schweiz setzte nach aktuellen zahlen des Branchenverbands IFPI Schweiz im vergangenen Jahr nach Abgabepreisen an den Handel 224 Mio. Franken oder umgerechnet knapp 150 Mio. Euro um und spielte dabei ein Minus von knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein, als noch 231 Mio. Franken umgesetzt wurden. In den vergangenen fünf Jahren sanken die Umsätze der schweizerischen Musikwirtschaft um rund 30 Prozent.
Die Zahl der verkauften CD-Alben ging im Jahresvergleich von 16,4 Mio. Exemplaren um weniger als zwei Prozent auf 13,6 Mio. zurück, die Verkäufe von Singles sanken von 1,8 auf 1,4 Mio. Einheiten. Um fast das zehnfache wuchs hingegen die Zahl der verkauften Musik-DVDs. In diesem Bereich setzten die schweizerischen IFPI-Mitglieder 700.000 Einheiten an den Handel ab.Erstmals wies der schweizerische Branchenverband auch Zahlen für Trackverkäufe über das Internet und mobile Downloads aus: Im Onlinebereich wurden 1,22 Mio. Songs verkauft, im mobilen Geschäft 500.000.
Die Umsätze fielen auf den niedrigsten Stand seit 1988, allerdings betont Beat Högger von der IFPI Schweiz, dass die Jahresumsätze des Branchenverbands nicht absolut vergleichbar seien, da sich die Zahl der Mitglieder im Laufe der Jahre mehrfach leicht veränderte.


