Die Krise der Musikbranche hat nun auch die Schweiz erreicht: Allein von Anfang Januar bis Ende Mai verzeichnete der Markt ein Minus von zehn bis 15 Prozent. Das erklärte Marco Zanotta, Präsident der IFPI Schweiz und Geschäftsführer von BMG Ariola Schweiz, bei der Diskussionsrunde „After The Goldrush ? Die Musikbranche im Dilemma“, die kürzlich im Rahmen des praxisorientierten Musiksymposiums der Schweizerische Vereinigung der Musikverleger in Fürigen am Bürgenstock Vertreter der nationalen Musikbranche zusammenführte. Das Vorjahr hatte die Schweiz noch mit einem geringen einstelligen Minus beendet. Als Reaktion auf diese Situation will sich Bart Cools, der als Managing Director EMI Switzerland ebenfalls an der Runde teilnahm, den Herausforderungen des Online-Zeitalters künftig aggressiver stellen: Dazu zählt der Kampf gegen die Online-Piraterie und die gleichzeitige Lizenzierung von Titeln für legale Download-Angebote. Außerdem will EMI laut dem aktuellen m4music-Newsletter seine CDs schon in wenigen Monaten mit einem verbesserten Kopierschutz ausstatten.
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