Am Abend des 21. Mai hat der schwedische König Carl XVI Gustaf in Stockholm den Polar Music Prize an den Komponisten Steve Reich und den Jazz-Saxophonisten Sonny Rollins verliehen. Durch den Abend in der Stockholm Concert Hall führte Petra Nordlund McGahan.
Zur Eröffnung der feierlichen Preisvergabe präsentierte das schwedische Percussion-Ensemble Kroumata eine Interpretation von Steve Reichs „Music For Pieces Of Wood“. Weitere musikalische Darbietungen kamen unter anderem von Viktoria Tolstoy, dem Jonas Kullhammar Quartett, Timbuktu, Damn!, Yttling Jazz und Eagle-Eye Cherry. Rund um die Verleihung der Preise findet außerdem ein einwöchiges Festival statt, das am 22. Mai mit einem Konzert von Sony Rollins und seiner Band seinen Abschluss findet.
Die beiden Gewinner hatte die Königliche Schwedische Musikakademie bereits am 25. Januar bekannt gegeben. Mit Sonny Rollins ehre die Akademie einen Tenorsaxophonisten und Komponisten, der seit mehr als 50 Jahren über eine der ausdrucksstärksten und persönlichsten Stimmen im Jazz sei, hieß es aus der schwedischen Hauptstadt. Steve Reich besitze die einzigartige Fähigkeit, mit Wiederholungen, einer Kanon-Technik und minimaler Variation von Patterns ein ganzes Universum evokativer Musik aufzubauen, lautet die Begründung der Preisverleihung an den amerikanischen Komponisten und Musiker.
Der Preis, der 1989 von dem mittlerweile verstorbenen schwedischen Musikmanager Stig Anderson ins Leben gerufen wurde, ist mit einer Million schwedischer Krone dotiert, das sind umgerechnet 108.000 Euro. In den vergangenen Jahren haben unter anderem Paul McCartney, Dizzy Gillespie, Witold Lutoslawski, Nikolaus Harnoncourt, Quincy Jones, Elton John, Joni Mitchell, Pierre Boulez, Bruce Springsteen, Ray Charles, Ravi Shankar, Stevie Wonder, Bob Dylan, Isaac Stern, Burt Bacharach, Robert Moog, Karlheinz Stockhausen, Miriam Makeba, Keith Jarrett, B.B. King, György Ligeti, Gilberto Gil, Dietrich Fischer-Dieskau und Led Zeppelin einen Polar Music Prize erhalten.



