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Schwedischer Internetdienst wehrt sich gegen Piratenjäger

Die Razzia beim schwedischen Internetprovider Bahnhof hat ein Nachspiel. Angeblich hat ein von den Ermittlern bezahlter Informant aus der Piratenszene die bei der Durchsuchung beschlagnahmten digitalen Raubkopien auf den Rechnern des ISP deponiert. Bahnhof erwägt nun eine Klage gegen die Piratenjäger.

Die Razzia beim schwedischen Internet Service Provider Bahnhof hat ein Nachspiel. Angeblich hat ein von den Ermittlern bezahlter Informant aus der Piratenszene die bei der Durchsuchung beschlagnahmten digitalen Raubkopien vorher heimlich auf den Rechnern des ISP deponiert. „Er hat sich von außen in unser System eingeloggt“, erklärte Bahnhof-CEO Jon Karlung. „Wir haben keine Ahnung, was der Kerl alles angestellt hat.“ Die schwedische Antipiraterie-Organisation Antipiratbyrån bestätigte, dass man mit einem Spitzel mit dem Decknamen Rouge als Informant zusammenarbeite. Er habe Zugang zum innersten Kreis des Piratenuntergrunds in Schweden.

Laut Henrik Pontën, Anwalt von Antipiratbyrån, sei Rouge in Verbindung mit Bahnhof-Mitarbeitern gewesen. Zum Vorwurf, dass ein inoffizieller Mitarbeiter von Antipiratbyrån dem ISP verdächtiges Material untergejubelt haben soll, äußerte sich der Jurist nicht. Pontën erklärte jedoch, dass die Piratenszene in Schweden seit der Razzia kaum noch aktiv sei. Bei Bahnhof indes erwägt man nun eine Klage gegen die Piratenjäger. Man sei Opfer eines „schlecht geplanten Angriffs aus dem Hinterhalt“ geworden, sagte Karlung.

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